Was sind eigentlich Münzen?

Münzen sind offizielle Zahlungsmittel eines Staates!

Die Regierung des Staates garantiert für den aufgeprägten Nennwert. Der Sammler unterscheidet heute zwischen Gedenkmünzen (zu besonderen Anlässen) und Kursmünzen (normales Kleingeld).

Das Lexikon bezeichnet Münzen als Geldstücke, die meist aus Metall bestehen. Sie werden im Auftrag des Staates hergestellt. Größe, Gewicht, Aufschrift und Bild stehen vorher fest. Münzgesetze regeln in allen Staaten der Welt die Herstellung von Münzen. Sicherheitsvorschriften spielen eine wichtige Rolle. Sie entscheiden über die verwendeten Metalle, aber auch über den Münzrand und die Inschriften. 

Kurs- und Gedenkmünzen

Heute unterscheidet der Sammler zwischen Kursmünzen und Gedenkmünzen. Kursmünzen sind alle Münzen, die über viele Jahre mit dem gleichen Bildmotiv als sogenanntes „Umlaufgeld” (bei uns: 1 Cent bis 2 Euro) geprägt werden. Meist wechselt nur die Jahreszahl. Gedenkmünzen werden nur jeweils mit einer Jahreszahl geprägt und zu besonderen Ereignissen herausgegeben. Sie erinnern an historische oder aktuelle Ereignisse und an Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur. Sie sind bei Sammlern besonders begehrt.

2-Euro-Gedenkmünzen

2-Euro-Gedenkmünzen

 

Seit 2004 gibt es auch Gedenkmünzen,die in den Geldumlaufkommen: die 2 Euro Münzen. Sie sind in ganz Europa gültig. Griechenland prägte die erste 2-Euro Gedenkmünze 2004 zu den Olympischen Spielen in Athen, Deutschland folgte erst in 2006.

Zu großen europäischen Anlässen gibt es von Zeit zu Zeit motivgleiche 2-Euro-Münzen von allen Euroländern.


Die Bestandteile der Münze

Münzen haben einige wichtige Bestandteile, die vieles über den Ausgabeanlass und die Herkunft der Münze verraten. Interessant ist zum Beispiel auch der Münzrand, der bei Gedenkmünzen in enger Verbindung zum Motiv steht.

    • Motiv: Im Unterschied zu den Kursmünzen werden Gedenkmünzen zu besonderen Anlässen herausgegeben und haben deshalb auf der Vorderseite wechselnde Motive.

    • Ausgabeland: Auf einer modernen Münze steht der Name des Ausgabelandes. Ausnahme: Großbritannien.

    • Münzrand: Wenn es sich nicht um einen glatten Rand handelt, wird der Münzrand häufig für eine Inschrift genutzt, die im Zusammenhang mit dem Motiv steht.

    • Ausgabejahr: Wichtiger Bestandteil einer Münze ist das Ausgabejahr. Länder-Sammlungen werden nach Jahrgängen geordnet.

    • Nennwert: Der aufgeprägte Nennwert gibt zusammen mit der Währungsbezeichnung den Geld-Wert der Münze an, für den das Ausgabeland garantiert. Der Sammlerwert einer Münze kann jedoch erheblich höher sein.

    • Prägebuchstabe: Auf den meisten Münzen finden wir einen Hinweis darauf, wo die Münze hergestellt wurde. Es ist häufig ein Buchstabe, der für eine Prägestätte steht.

    • Randinschrift: Die meisten deutschen Münzen haben auf dem Rand die Inschrift „Einigkeit und Recht und Freiheit”. Bei Gedenkmünzen ist die Inschrift häufig zum Motiv passend, z. B. bei den deutschen Fußball-Münzen das Motto der WM 2006 „Die Welt zu Gast bei Freunden”.

    • Edelmetall: Einige Münzen haben ihren Edelmetall-Gehalt sowie ihr Gewicht aufgeprägt. Z.B. 1 oz Fine Silver 9999 (oz = Unze = 31,16 g reines Silber 999,9/1000).

  • Rückseite: Die Rückseiten von Münzen zeigen das Hoheits-Symbol des Ausgabelandes. Bei Republiken ist es das Staatswappen, bei Monarchien ein Portrait des Staatsoberhauptes (König/Königin).

Fünf Prägestätten in Deutschland

Münzen werden in staatlichen Prägestätten hergestellt. In Deutschland gibt es fünf Prägestätten. Das dort gemünzte Geld erkennt man an den unterschiedlichen Prägebuchstaben. Berlin prägt mit dem Buchstaben „A”, München mit dem „D”, Stuttgart mit dem „F”, Hamburg mit dem „J” und Karlsruhe mit dem „G”.