Titanmünzen

Titanmünzen – gesuchte Raritäten mit brillanter Farbgebung

Titanmünzen sind gleichermaßen faszinierend wie selten. Ihre aufwendige Herstellung macht die bunten Unikate mit zu den begehrtesten Sammlerstücken am Münzmarkt.

Während Gold und Silber bei der Herstellung von Münzen auf eine jahrtausendealte Geschichte zurückblicken können und seit dem 18. Jahrhundert hierfür auch Platin zum Einsatz kommt, erobert seit einigen Jahren ein weiteres Metall die Münzwelt: Titan.

Eingeschlossen in Mineralien

Chemisch betrachtet zählt das weiß-metallisch glänzende Titan zu den sogenannten Übergangsmetallen und ist ausschließlich in gebundener Form in Mineralien anzutreffen. Nachdem der deutsche Chemiker Heinrich Klaproth im Jahre 1795 Titan im Mineral Rutin entdeckte, verlieh er dem Element in Anlehnung an das griechische Göttergeschlecht der Titanen seinen Namen. Als eigentlicher Entdecker gilt jedoch der britische William Gregor, der bereits vier Jahre zuvor im Mineral Ilmenit auf Titan stieß.

Das Kroll-Verfahren

Allerdings sollte es noch über ein weiteres Jahrhundert dauern, bis Titan in reiner Form aus Mineralien gewonnen werden konnte. Schließlich entwickelte der Luxemburger William Justin Kroll Ende der 1930er-Jahre ein geeignetes, hochkomplexes und 1940 patentiertes Verfahren, mit dem sich technisch reines Titan für kommerzielle Anwendungen produzieren ließ. Titan kann auch heute nur mittels eines komplizierten chemischen Verfahrens erschlossen werden und ist daher in seiner Herstellung ca. 200-mal teurer als Rohstahl.

Das Multitalent für alle Lebensbereiche

Dennoch erobert Titan immer mehr Bereiche unseres alltäglichen Lebens, denn das Metall besticht durch äußerst beeindruckende Eigenschaften. Als echtes „High Tech“-Metall kommt Titan überall dort zum Einsatz, wo beste Qualität nötig ist, um optimale Ergebnisse zu erzielen. So findet es vor allem in der Medizin sowie im Flugzeugbau und in der Raumfahrt Anwendung. Titan überzeugt durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit mit enormer Festigkeit und sein geringes Gewicht. Dabei ist es deutlich beständiger als Silber und erheblich härter als Stahl.

Die Farben des Lichts

Titan gilt als das Metall mit der größten Farbenvielfalt. So lassen sich durch eine aufwendige Oberflächenveredelung, d. h. durch das gezielte Erzeugen einer Oxidschicht, brillante Farbgebungen erzielen. Bei diesem auch als Anodisierung bezeichneten Prozess wird die bunte Optik nicht durch Farbpigmente erzeugt, sondern allein durch die Brechung des Lichtes an den unterschiedlich dicken Oxidschichten hervorgerufen.

Seltene Sammlerstücke

Angesichts dieser faszinierenden Eigenschaften erobert das revolutionäre Metall seit einigen Jahren auch die Welt der Münzen. Jedoch werden Titanausgaben auch in Zukunft immer stark gesuchte und streng limitierte Raritäten bleiben. Denn um Titanmünzen mit feinen Motiven zu prägen, ist ein sehr komplizierter Herstellungsprozess erforderlich. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Titan wegen seiner enormen Härte sehr schwer zu prägen ist. Nur wenige Prägestätten sind aktuell in der Lage, Titanmünzen herzustellen – deshalb stehen der großen Nachfrage weltweit lediglich einige Titanmünzen-Ausgaben im Jahr gegenüber.

Farbige Unikate

Wer eine offizielle Titanmünze sein Eigen nennen kann, darf sich nicht nur über ein sehr begehrtes Sammlerstück, sondern auch über ein echtes Unikat freuen. Denn aufgrund des aufwendigen Herstellungsverfahrens kann die Farbe von Münze zu Münze minimal abweichen. Gerade dies macht Titan als Münzmetall so einzigartig und jede Ausgabe zu einem kunstvollen Einzelstück. Grundsätzlich gilt: Titanmünzen sind selten – und farbige Titanmünzen noch seltener.

Gefragtes Sammelgebiet

Obwohl aufgrund des komplexen Herstellungs- und Prägeverfahrens weltweit bislang nur sehr wenige offizielle Gedenkmünzen aus massivem Titan verausgabt wurden, gehören farbige Titanmünzen bereits zu den beliebtesten Sammelgebieten bei Münzliebhabern. Vor allem ihre Seltenheit macht die schillernd farbigen numismatischen Kunstwerke zu sehr gefragten Sammlerstücken mit höchstem ideellem Wert.

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