Devisen

Devisen - Fremdwährungen als Zahlungsmittel

„Devisen“ ist ein Begriff der ursprünglich aus der Volkswirtschaft und dem Bankwesen stammt und der eine Forderung einer Währung an eine ausländische beschreibt. Es werden als Devisen Schecks, Guthaben, Obligationen oder der Wechsel in ausländische Währungen bezeichnet.

Der Begriff „Devisen“ bezeichnet die sofortige Wechselmöglichkeit in alle ausländischen Währungen, was die Zahlung weltweit ermöglicht. Der Handel einer Währung kann nur paarweise stattfinden, damit ist gemeint, dass man z.B. den Euro in Dollar tauscht. Ohne einen „Tauschpartner“ ist dies nicht möglich.

Im Bankwesen ist der Devisenbegriff auf Sichteinlage des Kontos gebunden, d.h. wenn ein Kunde über genug Kapital verfügt, ist er berechtig sich dieses in einer ausländischen Währung auszahlen zu lassen. Der Kunde erwirbt mit dem Devisenkurs das Recht eine Währung in dem angegebenen Kurs zu kaufen oder zu verkaufen. Dieses Recht hat eine festgelegte Frist oder muss an einem bestimmten Tag geschehen.

Devisenhandel von Kreditinstituten wird am engsten interpretiert, da dieser Handel nur umgesetzt werden kann, wenn ausländische Kreditinstitute über ausreichend Bankguthaben verfügen. Zahlungsforderungen werden aus diesem Handelsabkommen herausgenommen. Devisen

Herkunft des Wortes Devise

Die Herkunft des Wortes ist bis heute unklar, Meinungen zufolge, handelt es sich um eine etymologische Dublette aus dem 16. Jahrhundert. Das Wort Devise wurde aus dem französischen übernommen, was ursprünglich „Wappenspruch“ oder „Wappenfeld“ bedeutet. Mit dem heutigen Wort „Devisen“ hat dieser Ursprung im volkswirtschaftlichen oder im Bankwesen keine genaue Verbindung mehr.

Die ersten Wechselgeschäfte mit Hilfe von Devisen

Die ersten Spuren lassen sich bis ins alte Griechenland verfolgen. In verschiedenen kleinen Staaten des Landes gab es unterschiedliche Währungsformen, was den Handel sehr beschwerte. Aus diesem Grund haben sich private Händler oder „Privatbankiers“ als Geldwechsler angeboten, sie kümmerten sich um die jeweilige andere Währung, was das Handelsgeschäft zwischen den Staaten vereinfachte. Auch zur Zeit des römischen Reiches gab es diese Wechselgeschäfte, die Privatbankiers bestimmten den Wechselkurs der einzelnen Währungen.

Im Mittelalter wurde zum ersten Mal Gold und Silber als Währungssicherung verzeichnet. Man häufte die Rohstoffe an, um die eigene Währung zu sichern. Dadurch, dass eine bestimmte Menge an Gold einer bestimmten Menge an Geld entsprach und es immer einen ähnlichen Wert hatte, entstand ein mehr oder wenig konstanter Wechselkurs. Im Jahre 1944 brach der Goldkurs durch das Bretton-Woods-Abkommen (Internationale Währungsordnung mit Wechselkursbandbreiten nach dem zweiten Weltkrieg) ein und der Dollar übernahm die Position des Goldes.In den 1970er Jahre brach jedoch dieses System erneut ein, da die USA in die Zahlungsunfähigkeit rutschte. Seit dem gibt es den freien Wechsel des Wechselkurses.