Deutsche Prägezeichen

Deutsche Prägezeichen

Nicht erst seit der Neuzeit, sondern bereits im alten Griechenland und Rom wurden Symbole, Buchstaben und Zahlen als Kennzeichen auf die Münzen geprägt, die eine eindeutige Zuordnung auf die jeweilige Münzstätte ermöglichen. 

Während manche Länder (z.B. Frankreich) ihre Münzzeichen in chiffrierter Form aufprägen, können deutsche Münzen durch den aufgeprägten Buchstaben eindeutig identifiziert werden. 

Derzeit gibt es in Deutschland fünf verschiedene Prägestätten: 
- A = Berlin (seit 1750)
- D = für München (seit 1872)
- F = Stuttgart (seit 1873)
- G = Karlsruhe (seit 1872)
- J = Hamburg (seit 1875) 

Zur Zeit des Deutschen Kaiserreiches (ab 1871) und während des 3. Reiches gab es jedoch weitere Prägestätten:
- A = Berlin
- B = Hannover (1872-1878)
- B = Wien (1938-1944)
- C = Frankfurt am Main (1872-1887)
- D = München
- E = Dresden (1872-1887)
- E = Muldenhütten (1887-1953)
- F = Stuttgart
- G = Karlsruhe
- H = Darmstadt (1872-1882)
- J = Hamburg (ab 1875)
- T = Tabora, Deutsch-Ostafrika (1916) 

Nur in Deutschland gibt es übrigens fünf verschiedene Münzbuchstaben, alle anderen Länder der Eurozone prägen einheitlich mit einem Zeichen, auch wenn, wie zum Beispiel in Frankreich, Münzen an unterschiedlichen Orten - Paris und Pessac - geprägt werden.