Deutsche Bundesbank

Deutsche Bundesbank

Die Deutsche Bundesbank ist die Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland, die als Nachfolge-Institut der Bank deutscher Länder 1957 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Ihre Hauptaufgabe lag in der Emission von Banknoten, daneben war sie ausübendes Organ der bundesdeutschen Geld- und Währungspolitik.

Mit dem am 1. November 1993 in Kraft getretenen Vertrag von Maastricht wurden die nationalen Verantwortlichkeiten für die Geldpolitik auf das Europäische System der Zentralbanken, bestehend aus der Europäischen Zentralbank (Zentralbank des Euro- Währungsgebiets) und den nationalen Zentralbanken, übertragen.

Heute ist die Deutsche Bundesbank für die Stabilität des Preisniveaus zuständig, verwaltet die Währungsreserven und sorgt für die Abwicklung des Geldverkehrs im In- und Ausland.

Allgemeine Informationen

Die Deutsche Bundesbank ist eine juristische Instanz im Raum des öffentlichen Rechts Zudem bildet sie eine Komponente des Europäischen Systems der Zentralbanken. Die Deutsche Bundesbank verfügt über ein finanzielles Grundkapital im Wert von 2,5 Milliarden Euro, welches rechtmäßig dem Bund gehört.

Die Pflege eines Geschäftsverhältnisses zu anderen Kredit-, Finanz- und Geldinstitutionen ist insofern erlaubt, wenn die geschäftliche Beziehung im Sinne des angestrebten Zieles der Bundesbank, der Geldwertstabilität, ist.

Die Handlungen der Deutschen Bundesbank sind selbstständiger Natur. Demnach ist die Bundesbank nicht an die Weisungen der Bundesregierung gebunden, jedoch ist sie dazu verpflichtet, diese in währungspolitischen Angelegenheiten zu beraten und darüber hinaus der Bundesregierung Informationen mit finanziellem Charakter zukommen zu lassen.

Aufgaben der Deutschen Bundesbank:

 

Euro-Banknoten

Versorgung mit Bargeld- Euro- Banknoten

Aufgabenbereich Bargeldversorgung

Die Deutsche Bundesbank, stellt ausreichend Bargeld von hoher Qualität bereit und bringt dieses Geld in Umlauf. Sie vernichtet Falschgeld und ersetzt ungültige Münzen und Banknoten. Des Weiteren hat sie sich zur Aufklärungsarbeit in Bezug auf den persönlichen Schutz vor Falschgeld verpflichtet.

Aufgabenbereich Geldpolitik

Die Geldpolitik gilt als zentrales Geschäftsfeld der Deutschen Bundesbank. Hierbei stellt die Sicherung der Preisstabilität das primäre Ziel dar. In Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Eurosystems, wie beispielsweise der Europäischen Zentralbank, wird das benannte Ziel realisiert.

Eine Garantie hierfür ist der Sitz und die Stimme des Präsidenten der Deutschen Bundesbank im europäischen Zentralbankrat, welcher monatlich geldpolitische Entscheidungen trifft.

Aufgabenbereich Bankenaufsicht

Die Überwachung der Banken soll zur Sicherheit des Banksystems dienen sowie Miseren im Kredit- und Finanzdienstleistungssektor entgegen wirken. Zudem  wird dadurch das Vertrauen der Kunden gewonnen und aufrechterhalten. Für Banken besteht die Möglichkeit der Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank.

Ein weiterer Aufgabenbereich der Deutschen Zentralbank ist der Zahlungsverkehr anzuführen, dessen Überwachung und Sicherung dem Geldfluss dient. Zur Vereinheitlichung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in Europa wurde das SEPA Verfahren eingeführt.

Aufgaben im Finanz- und Währungssystem

Das Finanz- und Währungssystem sollte möglichst stabil sein um die Geldwertstabilität zu gewährleisten. Dennoch kann es durch Störfaktoren oder übersehbare Drittvariablen negativ beeinflusst werden und somit die Preisstabilität gefährden. Da nicht alle Variablen beobachtbar sind und von einer Institution abgedeckt werden können, wird auch hier mit anderen nationalen, europäischen und internationalen Institutionen zusammen gearbeitet. Darüber hinaus verfasst die Deutsche Bundesbank den Finanzstabilitätsbericht.

Organisationstruktur der Deutschen Bundesbank

Der Präsident, die Vizepräsidentin und vier weitere Mitglieder bilden den Vorstand der Deutschen Bundesbank. Insgesamt bilden somit sechs Vorstandsmitglieder, die alle über eine besondere fachliche Eignung verfügen, die höchste Instanz der Deutschen Bundesbank. Seit Mai 2011 ist Dr. Jens Weidmann Präsident der Deutschen Bundesbank. Als Vizepräsidentin wurde im Mai 2014 Prof. Dr. Claudia M. Buch ernannt.

Die Deutsche Bundesbank organisiert sich lokal in den 16 Bundesländern Deutschlands über Hauptverwaltungen, die die regionalen Banken und Finanzdienstleister beaufsichtigen. Die Leitung wird von dem jeweiligen Präsidenten der Hauptverwaltung übernommen.

Die Filialen der Deutschen Bundesbank bringen frisch gedrucktes Geld in Umlauf und stellen dieses beispielsweise Geldautomaten und Supermärkten täglich zur Verfügung. An jedem Abend wird der erwirtschaftete Gewinn zu der Filiale zurück gebracht und den einzelnen Unternehmen gut geschrieben.

Forschungsbereich

Das Ziel der Entwicklung und Festigung wissenschaftlicher Kompetenzen im Forschungsbereich wird durch die Erforschung der drei Bereiche Volkswirtschaft, Bankwesen und Finanzstabilität gesichert.