Ecu d'or

Der Ecu d'Or - die älteste französische Goldmünze

Der Ecu d'or ist die älteste französische Goldmünze im Wert von 10 Sols (Schillingen) à 12 Deniers tournois. Es wurde im Jahr 1270 unter Ludwig IX. (1266-1270) erstmals geprägt. Der Ecu d'or war neben den Floren und Dukaten die wichtigste europäische Goldmünze des 14.-17. Jahrhundert.

Der Name Ecu ist abgeleitet vom französischen Wort "ecu" (Schild), da auf den Münzen Wappenschilder aufgeprägt sind. Ecu d’or bedeutet somit „Goldschild“.

Der Ecu d‘or unterscheidet sich durch sein Material von der Großsilbermünze „ecu blanc“ oder auch "ecu d'argent", der französischen Entsprechung des deutschen Talers.

Ecu d'or soleil Vorderseite Ecu d'or soleil Rückseite
Vorder- und Rückseite eines Ecu d'or soleil von König Franz I.

Gestaltung der Ecu d’or- Münzen

Der erste Ecu d’or (Denier d’or á l’ecu) hatte ein Feingewicht von ca. 4,2g.

Die Vorderseite zeigt das Symbol den charakteristischen Lilienschild, die Rückseite das Blumenkreuz.

1337 verbesserte Philipp VI. den Feingehalt des ecu d’or. Das Motiv zeigt den König auf einem reichverzierten Thron, den Lilienschild und einen Degen in den Händen.

Die Rückseite zeigt ein Blumenkreuz im Vierpass mit vier Kleeblättern im Winkel. Diese Gestaltungsvariante des ecu d’or war sehr beliebt und wurde in Spanien, Portugal, den Niederlanden (Amsterdam) und Köln geprägt.

Der Ecu d’or der Päpste

Die Ecu-Prägung der Päpste zeigt auf der Vorderseite die Tiara und auf der Rückseite die gekreuzten Schlüssel. Dieser päpstliche Münztyp wurde unter Gegenpapst Clemens VII. (1378 -1394) zum ersten Mal ausgegeben und bis 1664 in der Münzstätte Avignon geprägt.

Die berühmte Variante Ecu d'or soleil

1475 wurde von Ludwig XI der Ecu d’or soleil (=Sonnenkrone) eingeführt. Der Ecu d’or soleil wurde in vielen Varianten, darunter auch Halbstücke, bis 1654 geprägt.

Das Feingewicht betrug 3,37g und später 3,44g. Durch die Abbildung einer Sonne über dem Lilienschild erhielt die Münze den Namen „Sonnenkrone“.