Doppelkrone

Doppelkrone - ein Kronenstück mit doppeltem Wert

Die Bezeichnung „Doppelkrone“ definiert den Wert der Münze bei gleichzeitiger Nennung der Währung. Hierbei steht das Wort „Doppel“ für die Zahl zwei in dem Sinne, dass die Doppelkrone das zweifach einer „normalen“ Kronen ist. Demnach kann die Doppelkrone als „Doppelstück“ der Krone bezeichnet werden.

Die Doppelkrone ist eine Münz- und Währungseinheit in verschiedenen europäischen Staaten. Als älteste Nominale gelten die französische » Couronne d’or « sowie der »Ecu d’or au soleil«, die Vorbild für den spanischen Escudo d’oro  und die niederländische »Zonnekroon« waren.

Nach dem Wiener Münzvertrag von 1857 wurden Kronen und deren Halbstücke zwischen 1857 bis 1871 von Bayern, Hannover, Österreich, Preußen und Sachsen als Vereinsgoldmünze geprägt.

Die goldene 20-Mark-Münze des Kaiserreichs: eine Doppelkrone

Auch das 10- und 20-Mark-Stück des Deutschen Kaiserreichs hieß offiziell Krone bzw. Doppelkrone. Daneben gaben Österreich von 1892 bis 1924 sowie Liechtenstein von 1892 bis 1923 Kronen heraus. Heute gibt es die Kronenwährung noch in Dänemark, Island, Norwegen, Schweden, Estland und Tschechien.

20 Mark -Doppelkrone Vorderseite 20 Mark Doppelkrone Rückseite
Die 20-Mark-Goldmünze von Friedrich August II. von Sachsen - "eine Doppelkrone"

 Das Motiv der Doppelkrone

Auf der Vorderseite der Münze ist der Kopf des deutschen Kaisers Wilhelm I abgebildet (1871 – 1888). Die Rückseite zeigt den Reichsadler mit preußischem Mittelschild.

Die Geschichte der Doppelkrone

Eine erstmalige Prägung der Doppelkrone wurde 1755 in den österreichischen Niederlanden angefertigt.

Aufgrund fehlender Integration der benannten Münze in das bestehende Münzsystem kursierte diese vor Erlangung ihrer Popularität als Handelsmünze. In Bezug auf das uneinheitliche Münzwesen und den dynamischen Handelssektor wurde daher erwartet, dass eine Münze mit geringer Beliebtheit lediglich eine kurze Zeitsequenz fortbestehen würde.

Allerdings verlängerte sich ihre Präsenzphase da die Doppelkrone, wie oben bereits aufgeführt, in mehreren Ländern zur Verfügung stand. Ein weiterer Aspekt, der die Nutzung und Verbreitung der Doppelkrone förderte, ist die Finanzierung des Krieges gegen die Truppen der französischen Revolution und weiterführend die Erschöpfung der finanziellen Mittel durch den Krieg gegen Napoleon Bonaparte.

Verbreitung der Doppelkrone in Deutschland

Durch den französischen Einfluss entwickelte sich die Doppelkrone zur wichtigsten Münze in Süd- und Westdeutschland. Ab 1802 war sie als umlaufende Währung bekannt – allerdings nur als „Kronentaler“, der sieben Jahre später und auch nach den Kriegen in einigen deutschen Staaten geprägt wurde. Hierzu gehörten das Königreich Bayern und das Königreich Württemberg sowie das Großherzogtum Baden. Außerdem das Fürstentum Waldeck und Pyrmont und das Herzogtum Nassau. Ebenso das Großherzogtum Hessen und das Herzogtum Sachsen und Gotha.

Durch die Entstehung des deutschen Zollvereins ebneten der Münchener Münzvertrag von 1837 und der Dresdner Münzvertrag von 1838 den Weg für die Einteilung der Währungsbereiche in Taler- und Guldengebiete innerhalb des deutschen Bundes.

Zwei Jahre nach der Gründung des deutschen Reiches (1871) wurde die Doppelkrone als gesetzliches Zahlungsmittel im deutschen Kaiserreich eingeführt und löste somit den Kronentaler ab. Diese offizielle Bezeichnung galt dem goldenen 20-Mark-Stück, welches bis zu Beginn des ersten Weltkrieges (1914) geprägt wurde.