Indische Münzen

Die indische Rupie

 

Die indische Rupie ist die Währungseinheit Indiens, welche von der indischen Zentralbank, der Reserve Bank of India und von der Regierung Indiens emittiert wird.

 

Die Währung wird in "Paise" unterteilt. Die heutigen Münzen haben einen Nennwert von 5, 10, 20, 50, 100, 500 und 1000 Rupien. Ebenfalls werden Scheine mit Nennwert von 1 und 2 Rupien emittiert. Diese werden allerdings nur in geringer Zahl ausgegeben und sind daher nur schwer erhältlich. Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist grundsätzlich verboten. Den in Indien ansässigen Personen ist allerdings eine Ein- und Ausfuhr von maximal INR 5000,- gestattet. Problematisch ist die Zahlung wie auch die Rückgabe von beschädigten Banknoten. Üblich ist, die Banknoten zu bündeln und mit Heftklammern zusammenzuhalten. So entstehen in den Noten große Löcher und die Banktnoten sind nur noch schwer loszuwerden.

Der Wechselkurs seit 2015 lag zwischen 65 Rupien und 80 Rupien für einen Euro.

Die Reservebank Indiens gilt als Hauptmanager der indischen Währung. So koordiniert diese in Zusammenarbeit mit der Regierung die Bezeichnung der Währung, die Entwürfe der unterschiedlichen Banknoten und die Sicherheitsmerkmale auf der Währung. Insgesamt liegt die gesamte Organisation der Druckmengen und Rückführung der Banknoten bei der Reservebank und ist an die Währungsgesetze Indiens gebunden. Die Prägung der Münzen hingegen liegt in der Verantwortung der Regierung. Die Entscheidungen über Entwürfe und die Prägung obliegen demnach der Regierung. Auch die Menge der zu prägenden Münzen wird prinzipiell von der Regierung bestimmt.

 

Münzen des alten Indiens

Indien hat eine der ältesten und abwechslungsreichsten Entwicklungen im Münzwesen. Durch die Münzen konnten oftmals mehr Informationen über das Land ausfindig gemacht werden als durch andere historische Hinterlassenschaften. So ermöglichten die Münzen die Entdeckung von Hinweisen auf viele Könige und sogar ganze Dynastien, von denen keine anderen Hinweise gefunden werden konnten.

In dem geografischen Gebiet des heutigen Indiens entstanden die ersten Kulturen, welche ein einheitliches Münzsystem eingeführt haben. Dies geschah vermutlich zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert vor Christus. 

Seit der ersten Einführung der Münzen gab es viele Änderungen sowohl im Namen als auch in Wert und Aussehen der Münzen. So war das Aussehen der Münzen stets abhängig von der herrschenden Dynastie. Demnach nahm jeder Herrscher, der Indien oder eine der Provinzen eroberte, Einfluss auf die Gestaltung der Münzen.

 

Die ersten Münzen Indiens

Die ersten Münzen Indiens wurden Ende des 6. Jahrhunderts vor Christus in Madhyadesha geprägt. Bei diesen Münzen handelt es sich in der Regel um Silberplättchen oder Klumpen in unregelmäßiger Form, aber mit spezifischen Gewicht.

Als Indien unter indo-griechischen Einfluss kam, wurde die Münzgestaltung erneut stark beeinflusst. Die Münzen zeigten den jeweiligen Herrscher und Götter der griechischen Mythologie.

Die Gupta-Münzen des 4. bis 6. Jahrhunderts folgten der Traditions des Kushans und der indo-griechischen Münzen. Demnach wurde auch hier auf der Vorderseite der König und auf der Rückseite ein Gott dargestellt. Die Goldmünzen Guptas zeigen oftmals Opferszenen oder auch sozial-politische Ereignisse. Auf der Rückseite waren auch hier Götter abgebildet. Die Silbermünzen zeigten das Herrscherbild mit dem Namen des Königs.

Circa hundert Jahre nach dem Tod des Propheten Mohammed kam es zu Angriffen von Arabern. Die Religion des Islams sollte mit Gewalt verbreitet werden. Die Moslems grenzten sich von dem einheimischen Volk ab, schafften es allerdings nicht den Hinduismus zu verdrängen. Zu diesem Zeitpunkt war die Silber-Tanka das offizielle Zahlungsmittel.

Die Einführung der indischen Rupie geht auf den Herrscher Afghan Sher Suri (1540-1545) zurück. Da es bis zu diesem Zeitpunkt in den verschiedenen Provinzen unterschiedliche Münzen gab, versuchte er einen zentralisierten Verwaltungsaufbau zu schaffen, indem er das Währungssystem vereinheitlichte. So kam es zur Einführung der Silbermünze "Rupya". Diese gilt als Vorgänger der modernen indischen Rupie. Den namen "Rupie" erhielt die Münze erst im Jahr 1612.

Anfangs gab es die Rupie lediglich in Form von Münzen. Im 18. Jahrhundert wurden jedoch die ersten Papierrupien eingeführt. Die Rupie war allerdings nicht die einzige Währung Indiens. Unter der britischen Herrschaft gab es noch eine weitere Währung, die Fanam.

Im Jahr 1947 erlangte Indien seine Unabhängigkeit. Drei Jahre später wurde die indische Rupie erstmals als Währung der neuen Republik emittiert. Diese bestand jest aus 16 Anna, was 64 Paise entsprach. Zudem wurde das Aussehen der Währung geändert, zurück zu den traditionellen Symbolen. Auch das Fertigungsmaterial wurde durch Bronze, Nickel oder Kupfer ersetzt. 

 

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