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Was ist Numismatik?

Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten.

Ursprünglich ist mit dem aus dem Griechischen stammenden Wort Numismatik die Münzkunde, also die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem historischen Geldwesen in jeder Form, gemeint.

Wichtigstes Forschungsobjekt sind dabei naturgemäß die Münzen, aber auch das Papiergeld, Medaillen und Jetons sind Objekte der Numismatik. Heutzutage wird das Sammeln von Münzen ebenfalls als Numismatik und der Münzsammler als Numismatiker bezeichnet. Und zwar auch dann, wenn er sich nicht im wissenschaftlichen Sinne mit Münzen beschäftigt. Die Berufsbezeichnung des Numismatikers findet sich heute noch bei wissenschaftlichen Mitarbeitern, vorwiegend im Museumswesen. 

Münzen zu sammeln kann Hobby und Wissenschaft gleichermaßen sein.

Der private Münzsammler betreibt sein Hobby aus den unterschiedlichsten Motiven, wie der reinen Freude an einer Komplettsammlung oder zum Zweck der Geldanlage. Viele Museen weltweit, die sich der Münzkunde widmen, tragen bedeutende Münzsammlungen zusammen und erhalten damit ein wesentliches Stück Geschichte. Denn Münzen spiegeln immer auch die wichtigsten Geschehnisse ihrer Zeit wider. Sei es durch die Abbildung von Regenten, die Würdigung zeitgeschichtlicher oder zum Zeitpunkt ihrer Prägung aktueller Ereignisse, die verwendete Prägetechnik oder das Münzmaterial und das Münzgewicht.

Der ernsthafte Numismatiker, der nicht einfach nur sammelt um des Sammelns willen, beschäftigt sich auch mit diesen zeitgeschichtlichen und historischen Aspekten von Münzen. In unserem Münzen-Shop finden Sie ein reichhaltiges Angebot von Münzen aus aller Welt für jeden Geldbeutel, von der Kleinmünze aus dem Geldumlauf bis zur prägefrischen großen Goldmünze und selbstverständlich auch passendes Münz-Zubehör. Schauen Sie sich um und werden Sie fündig im größten Münzhandelshaus der Welt!

Die Geschichte der Numismatik

Das Sammeln von Münzen war früher meist weltlichen Herrschern und kirchlichen Würdenträgern vorbehalten. Sie hatten, im Gegensatz zu dem damals sogenannten "gewöhnlichen Volk", die finanziellen Mittel und die notwendigen Kontakte, um überhaupt eine größere Münzsammlung zusammentragen zu können. Dies ist heutzutage glücklicherweise anders.

Von römischen Geschichtsschreibern ist überliefert, dass schon vor 2000 Jahren römische Kaiser Münzen sammelten. Dies geschah aber vermutlich nicht aus wissenschaftlichen Gründen, um sich mit der Geschichte des Geldes in der Form auseinanderzusetzen, sondern eher um des reinen Sammelns willen, vielleicht auch, um Reichtum und Macht zur Schau zu stellen.

Auch die deutschen Fürstenhäuser zählten zu den eifrigsten Münzsammlern ihrer Zeit. Deren Sammlungen bildeten später die Grundlage für größere Münzsammlungen, die heute in bedeutenden Ausstellungen, wie z. B. dem Münzkabinett des Bode-Museums auf der Berliner Museumsinsel, zu bewundern sind.

Numismatik als Wissenschaft

Erste bekannte Versuche der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Münzen wurden im 14. und 15. Jahrhundert unternommen. Münzen bilden eine wichtige Grundlage zur historischen Forschung, da die auf ihnen vorhandenen Abbildungen im Zusammenhang mit allen bekannten Stücken der entsprechenden Epoche Rückschlüsse auf das Leben, die Wirtschaft und die Politik der Zeit, in der sie geprägt wurden, zulassen.

Grundlage der wissenschaftlichen Numismatik ist vor allem bei alten Münzen zunächst einmal deren Bestimmung, also die Klärung der Fragen woher sie stammen, wer sie prägen ließ und wann sie geprägt wurden sowie die anschließende Katalogisierung der Münzen. Bei modernen Münzen hilft ein einfacher Blick auf Avers und Revers und alle relevanten Daten wie Prägejahr und ausgebendes Land können abgelesen werden.

Doch früher wurden diese Daten noch nicht aufgeprägt. Und so gelingt die Münzbestimmung oft nur dem erfahrenen Numismatiker. Hilfreich ist dabei auch die Kenntnis des Fundortes, auch wenn selbst das nicht immer weiter hilft. So können beispielsweise durch den frühen Handel antike Münzen weit entfernt von ihrem Herstellungsort aufgefunden werden. Der Auffindeort kann dann wiederum Rückschlüsse auf die Wirtschaftsgeschichte jener Zeit zulassen, z. B. welche Fernhandelsbeziehungen es damals schon gab.

Die Bedeutung der Numismatik heute und in der Zukunft

Die Numismatik ist für Kunsthistoriker und Archäologen eine unverzichtbare Wissenschaft, auch wenn sie in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Münzen zu sammeln diente und dient einerseits der Freude am Sammeln, dem Aufbau einer möglichst kompletten Sammlung, aber andererseits leistet auch jeder einzelne Münzsammler seinen Beitrag zum Erhalt wertvoller Zeugen der Menschheitsgeschichte.

Ohne Übertreibung darf wohl gesagt werden, dass die Geschichte der Menschheit seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. zumindest teilweise auf Münzen verewigt ist. Ohne Münzen und deren wissenschaftliche Erforschung wären unsere Erkenntnisse über die Vergangenheit der Menschheitsgeschichte weniger vollständig als sie es heute sind. Und die modernen Münzen von heute sind die antiken Schätze der Zukunft!

Methoden, Forschung und Lehre der Numismatik

Die Numismatik ist heutzutage eine typische Museumswissenschaft. Aufgrund der bereits geleisteten umfangreichen numismatischen Forschungsarbeiten existieren inzwischen nahezu vollständige Datenbanken und Kataloge über die weitaus meisten weltweit jemals verwendeten Münzen von den Anfängen bis in die Gegenwart. Dennoch tauchen immer wieder einzelne Münzen oder größere Münzfunde auf, die es zu bestimmen und einzuordnen gilt.

Methoden in der Numismatik

Der Numismatiker erforscht einerseits die einzelne Münze, andererseits deren geldgeschichtlichen Zusammenhang. Wichtige Methoden sind Stilanalyse und Typologie, um die zeitliche Zusammengehörigkeit von Münzen und Münztypen erschließen zu können.

Moderne Metallanalysen lassen Rückschlüsse auf die Herkunft und die Feinheit des verwendeten Münzmetalls zu. So können Veränderungen über einen längeren Zeitraum, wie beispielsweise Verschlechterungen des Feingehaltes, festgestellt werden. Durch solche Abwertungen ließen frühere Herrscher den Feingehalt von Silber- und Goldmünzen immer weiter absinken, um dadurch beispielsweise kriegerische Auseinandersetzungen zu finanzieren.

Eine sehr interessante Methode ist die Fundmünzennumismatik, die aus Münzfunden und deren Fundort die geografische Verbreitung von Münzen und Münztypen herleiten kann. Daraus wiederum lassen sich Erkenntnisse über Handelsbeziehungen und Handelswege gewinnen. Erschwert wird die Auswertung dadurch, dass bis heute nach aktuellen Schätzungen überhaupt nur noch jede tausendste Münze erhalten geblieben ist.

Numismatik ‑ Forschung und Lehre

Münzen zu sammeln und zu erforschen gehört zu den Hauptaufgaben der Numismatiker. An Universitäten wird die Numismatik meist als historische Hilfswissenschaft und als Teil der klassischen Altertumswissenschaften betrachtet. Sie hat auch einen engen Bezug zur Archäologie und zur römischen Geschichte.

Numismatik ist in der Regel kein eigenständiges universitäres Studienfach, kann aber schwerpunktmäßig als Nebenfach belegt werden. Numismatische Forschung findet nicht nur an Universitäten statt. Sie wird vor allem im deutschsprachigen Raum in großen und vielen kleineren wissenschaftlichen Instituten und Museen betrieben. Auch gelehrte, oft hoch spezialisierte Privatsammler liefern mit ihren Detailkenntnissen häufig wichtige Beiträge.

Neben der reinen Erforschung von Münzen und Münzfunden werden auch schriftliche Quellen aus alten Archivbeständen zur Gewinnung numismatischer Erkenntnisse herangezogen.

 

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