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Abnutzung von Münzen

Abnutzung von Münzen

Der Verlust an Gewicht, den eine Münze durch chemische und physikalische Einflüsse während des Umlaufs erleidet, nennt man Abnutzung. Je länger und häufiger Münzen in normalem Gebrauch sind, desto größer ist zwangsläufig auch die Abnutzung durch Reibungsverschleiß.

Abnutzung von Umlaufmünzen durch den täglichen Gebrauch

Heute sind neu geprägte Münzen oft von hohem Wert, aber in vielen Fällen ist es gerade der Grad der Abnutzung, durch den eine historische Münze noch wertvoller wird. Das ist dadurch zu erklären, dass auch eine gewisse Abnutzung historischer Münzen das Alter und die Zeitepoche der Münzprägung definiert. Es ist kaum zu erwarten, dass Münzen, die sehr alt sind, klare Strukturen in ihrem Profil aufweisen, weshalb der Sammlerwert und die Beliebtheit im Handel steigen. Oft sind genau diese Exemplare aufgrund ihrer Abnutzung, die in manchen Fällen sogar nur noch Zahlen und Motive erahnen lässt, die Sammlerstücke mit dem höchsten Wert auf Auktionen.

 

 

Bei Umlaufmünzen, die heute als Zahlungsmittel genutzt werden, lässt sich die Abnutzung natürlich auch nicht umgehen. Durch die Materialabhängigkeit des Abnutzungsgrades nutzen sich die heute geprägten Münzen jedoch weit weniger schnell ab als beispielsweise "Notausgaben", die während Kriegszeiten in schlechterer Qualität geprägt wurden. Nichtsdestotrotz kann in diesem Fall gerade die Abnutzung Teil des Wertes und eine Garantie für die Seltenheit der Münze sein.

Um die Abnutzung einer Münze zu bestimmen und zu beurteilen, hat die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Fundmünzen (SAF) im Jahr 1988 Kategorien mit anschaulichen Beispielen für die verschiedenen Abnutzungsgrade historischer Münzen für jeweils verschiedene Epochen erstellt. Diese sollen als Hilfestellung für eine bestimmte Zuweisung in der Arbeit mit Fundmünzen dienen. Als Anhaltspunkt gilt hierbei die Höhe des erhaltenen Münzreliefs. Die Einstufung der Abnutzung beruht auf dem Abrieb der einzelnen Schichten einer Münze in 6 verschiedenen Stufen von 'nicht bis kaum abgenutzt' über 'unbestimmt' bis 'sehr stark bis ganz abgenutzt (plan)'. Dieser Materialverlust, der an der höchsten Stelle des Reliefs beginnt und dieses sozusagen glättet, bedeutet gleichzeitig Gewichtsverlust.

Als das Feingewicht noch den Wert von Edelmetallmünzen bestimmte, wurden diese aus dem Verkehr gezogen, sobald ihr Gewicht unter ein festgesetztes Passiergewicht gesunken war. Im 19. Jh. wurde in den meisten Staaten die Regelung eingeführt, dass alle Münzen, die an Erkennbarkeit oder Gewicht erheblich verloren haben, vom Staat eingezogen und ersetzt werden.

In Anbetracht der Kriterien die den Wert einer Münze ausmachen, spielt so die Abnutzung eine große Rolle. Sie kann sowohl wertmindernd, als auch wertsteigernd sein. Da aber viele verschiedene Faktoren, die oft auch mit der Geschichte zusammenhängen, in der Wertbestimmung zusammentreffen, kommt es immer auf den Einzelfall drauf an. Von Bedeutung sind alle Münzen, die ausschlaggebend für Geschichte und Kultur sind, egal ob der Grad der Abnutzung hoch oder niedrig ist.

 

Abnutzungsgrade nach SAF-Kriterien:

  • A 1 – nicht bis kaum abgenutzt = Es befinden sich nur schwache Abnutzungsspuren am Relief. Das Münzbild ist in seinen Einzelheiten klar erkennbar.
  • A 2 – leicht abgenutzt = Einige Einzelheiten des Reliefs sind unscharf, da die oberen Bereiche abgeflacht sind.
  • A 3 – abgenutzt = Nur noch einzelne Linien und Vertiefungen bilden Umrisse. Das restliche Relief ist eine einheitliche Masse.
  • A 4 – stark abgenutzt = Einzelheiten sind nicht mehr erkennbar und die Münzprägung ist nur noch in Form einer Silhouette zu sehen.
  • A 5 – sehr stark bis ganz abgenutzt = Es hat kein eindeutiges Relief. Selten sind noch wenige Linien oder schwache Erhebungen erkennbar.
  • A 0 – unbestimmt