Der letzte Silbertaler aus Schwarzburg-Sondershausen!
- Über 150 Jahre alter Original-Silbertaler aus Thüringen!
- Massives Silber (900/1000) mit winziger Prägeauflage!
- Der letzte seiner Art - absoluter Geheimtipp unter Sammlern!
Kleine Staaten, große Seltenheiten
Als Günther Friedrich Carl II. am 19. August 1835 zum regierenden Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen ernannt wurde, war das Fürstentum mit etwa 900 km² ungefähr so groß wie die Stadt Berlin heute und mit lediglich rund 65.000 Einwohnern auch eher dünn besiedelt. Dennoch ließ der Fürst eigene Münzen prägen, die weit über sein Herrschaftsgebiet hinaus akzeptiert wurden.
Der letzte Silbertaler des Fürstentums wurde in einer Gesamt-Auflage von lediglich 36.400 Stück geprägt und zählt damit zu den besonders großen Seltenheiten der deutschen Taler-Ära, ein echter Geheim-Tipp unter Taler-Sammlern.
Heute tauchen diese Silbertaler nur noch sehr selten auf und sind dann meist auch schnell wieder verschwunden. Schnell sichern!
| Art.-Nr. | 898420153 |
| Ausgabejahr | 1859 - 1870 |
| Ausgabeland | Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen |
| Material | Silber (900/1000) |
| Prägequalität / Erhaltung | sehr schön |
| Währung | Vereinstaler |
| Maße | 33 mm |
| Gewicht | 18,5 g |
| Lieferzeit | 3-5 Werktage |
Günther Friedrich Carl II. von Schwarzburg-Sondershausen (1801–1889) war fast 45 Jahre lang Herrscher eines der kleinsten deutschen Fürstentümer – und dennoch eine bemerkenswerte Figur im Zeitalter tiefgreifender Umbrüche.
Als Sohn eines traditionsreichen Fürstenhauses wurde er von seiner außergewöhnlich weltoffenen Mutter geprägt. Sie nahm ihn früh mit auf Reisen ins Ausland und erzog ihn zu einem aufgeklärten, reformbereiten Monarchen. Günther übernahm 1835 die Regierung eines winzigen Staates im Herzen Deutschlands: Mit nur rund 900 Quadratkilometern Fläche – etwa so groß wie Berlin heute – und rund 65.000 Einwohnern war Schwarzburg-Sondershausen kaum mehr als ein politischer Zwerg.
Gerade deshalb ist es bemerkenswert, dass sich der junge Fürst früh modernisierenden Entwicklungen öffnete. Er schloss sein Land dem Deutschen Zollverein an, führte eine Verfassung ein und ermöglichte die erste parlamentarische Vertretung. Gleichzeitig hielt er bewusst an fürstlichen Rechten und Symbolen der Souveränität fest – dazu gehörte auch das Prägen eigener Münzen, die weit über die Grenzen seines kleinen Landes hinaus akzeptiert wurden.
Die Revolution von 1848 stellte Günthers Herrschaft auf eine harte Probe. Aufstände im Land zwangen ihn zu Zugeständnissen, doch mit zunehmendem Alter wurde er politisch konservativer und stellte viele Reformen wieder zurück. Dennoch steuerte er sein Fürstentum durch die großen Machtverschiebungen des 19. Jahrhunderts: den Aufstieg Preußens, den Norddeutschen Bund und schließlich das Deutsche Kaiserreich, dem Schwarzburg-Sondershausen ab 1871 angehörte.
In seine Regierungszeit fiel auch der Beginn der Industrialisierung. Eisenbahnen erreichten erstmals das Land, Städte wurden angebunden, und ein vorsichtiger wirtschaftlicher Aufschwung setzte ein – Entwicklungen, die das Gesicht des Fürstentums nachhaltig veränderten.
Ein besonders greifbares Zeugnis seiner Zeit ist der letzte Silbertaler von Schwarzburg-Sondershausen: Mit einer Auflage von nur 36.400 Stück gehört er heute zu den großen Seltenheiten der deutschen Taler-Ära, geprägt unter einem Fürsten, der in einem kleinen Staat regierte, dessen Münzen jedoch dauerhaft Spuren in der Numismatik hinterlassen haben.
Trotz seiner geringen Größe behielt Schwarzburg-Sondershausen seine Souveränität selbst im Deutschen Kaiserreich. Erst mit der Abdankung des letzten Kaisers und dem damit verbundenen Sturz der Monarchie in ganz Deutschland, ging das Fürstentum erst in den Freistaat Schwarzburg-Sondershausen und 1920 in den Freistaat Thüringen auf.
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