Als Hamburg eigenes Notgeld prägte
Anfang der 20er Jahre begann für Deutschland die Zeit der Hyperinflation. Die Reparationen für die Kriegsschäden des 1. Weltkriegs konnten nicht in entsprechender Höhe bezahlt werden und es kam zur Ruhrbesetzung durch belgisch-französische Truppen. Die deutsche Regierung unter Reichskanzler Wilhelm Cuno rief zum „Ruhrkampf“, zum passiven Widerstand gegen die Besetzung auf. Zur Unterstützung der Streikenden wurden entsprechende finanzielle Hilfen ausgezahlt. Durch diese von der Regierung betriebene Geldvermehrung entwertete sich die Mark immer schneller.
Immer schneller verzehnfachte sich die Abwertung gegenüber dem US-Dollar, bis schließlich im November 1923 der Kurs für 1 US-Dollar 4,2 Billionen Mark entsprach. In dieser Zeit wurden Länder, Provinzen und Kommunen des Deutschen Reiches befugt, eigenes Notgeld auszugeben. Hiervon zeugt die Hamburger Notgeldmünze mit dem beeindruckenden Nennwert von ½ Millionen Mark.
Zusammen mit der 200.000 Mark-Münze bilden sie die einzigen Notgeldmünzen der Freien und Hansestadt Hamburg.
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Angaben zum Set
| Art.-Nr. | 993940113 |
| Ausgabejahr | 1923 |
| Ausgabeland | Freie und Hansestadt Hamburg |
| Material | Aluminium |
| Prägequalität / Erhaltung | sehr schön |
| Nennwert | 200.000 Mark | 1/2 Mio. Mark |
| Maße | 23 mm | 28 mm |
| Gewicht | 1,0 g | 2,0 g |