Staatliche Münzprägestätte der Vereinigten Staaten

Münzamt der Vereinigten Staaten

Seit der Gründung des Schatzamtes der Vereinigten Staaten von Amerika durch den Kongress am 2. April 1792 hat sich diese enorm entwickelt. Die Einnahmen des Schatzamtes betragen über 2,4 Milliarden US-$ im Jahr. Da es sich um ein sich selbst finanzierendes Unternehmen handelt, übergibt das Schatzamt die Einnahmen, die nach Deckung ihrer Ausgaben übrig bleiben, an den allgemeinen Fonds des Finanzministeriums. Die Hauptaufgabe des Schatzamtes der Vereinigten Staaten von Amerika ist die Herstellung der adäquaten Anzahl von Münzen, die erforderlich ist, um in den USA Handel und Geschäfte zu betreiben.

In den letzten Jahren mussten dementsprechend zwischen 14 und 20 Milliarden Münzen im Jahr in Umlauf gebracht werden. Außer der Produktion von Münzen hat das Schatzamt der Vereinigten Staaten von Amerika aber auch andere Aufgaben:

  • Verteilung der US-Münzen an die Bundesreservebank sowie deren Zweigstellen.
  • Beaufsichtigung und Schutz des Gold- und Silbervermögens der USA.
  • Herstellung von Münzen, die nicht für den Finanzverkehr gedacht sind.
  • Gedenkmünzen und Medaillen für den öffentlichen Verkauf.
  • Prägung und Verkauf von Platin-, Gold- und Silbermünzen.
  • Beaufsichtigung der Produktionsstätten in Denver, Philadelphia, San Francisco und West Point sowie des Barrenvorrats der Vereinigten Staaten in Fort Knox.
  • Annahme, Austausch und Verarbeitung "defekter" Münzen.

Die ersten offiziellen Ausgaben der U.S. Mint, der Staatlichen Münzstätte der Vereinigten Staaten von Amerika, erschienen im Jahr 1793. Den Anfang machten die in Kupfer geprägten 1/2- und 1-Cent-Stücke, auf denen die weibliche Landesallegorie „Liberty“ sowohl mit als auch ohne Freiheitsmütze zu sehen ist. Ab 1794 wurden dann auch die ersten Halbdollars und Dollars in Silber geprägt, auf denen die Liberty zunächst nach Entwürfen von Robert Scot mit offenem, nach hinten fließendem Haar dargestellt ist.

Das Motto „In God we trust“ auf Münzen der USA geht auf die Initiative eines Priesters aus Pennsylvania zurück, der zu Zeiten des Bürgerkriegs – stellvertretend für zahlreiche Appelle seitens gläubiger Menschen im ganzen Land – in einem Brief von 1861 an das Schatzamt forderte, Münzen sollten auch ein religiöses Bekenntnis tragen.

Daraus entwickelte sich dann drei Jahre später das Münzmotto „In God we trust“, das erstmals per Gesetz vom 22. April 1864 beschlossen und noch im selben Jahr auf die neu eingeführten 2-Cent-Stücke geprägt wurde. Allerdings war es noch keine zwingende Vorgabe für sämtliche Wertstufen und Ausgaben. Erst am 11. Juli 1955 wurde die Aufschrift „In God we trust“ per Gesetz obligatorisch für alle Münzen der USA. Im Jahr darauf schließlich wurde „In God we trust“ sogar offiziell zur nationalen Losung der Vereinigten Staaten erklärt.