Herzlich willkommen im größten Münzen Online-Shop der Welt!

Direktbestellung eingeben

Artikelnummer zum Bestellen eingeben:

Warenkorb 0,00 € - Produkt

Königlich Kanadisches Münzamt Kanada - Münzprägung im Zeichen des Ahornblatts!

Die erste nennenswerte Münzprägung für Kanada setzte erst nach dem Zusammenschluss von Ontario und Quebec im Jahr 1841 zur Provinz Kanada ein. Das Streben nach Selbstständigkeit zeigt sich bald in der Währungsumstellung 1858: Die bisherigen Pence und Shillings wurden - nach amerikanischem Vorbild - vom Dollar (= 100 Cents) und dem neuen Dezimalsystem abgelöst. Erste Cent-Münzen in Silber erschienen mit dem Porträt der englischen Königin Victoria. Für die Provinz Neufundland wurden in London ab 1865 sogar 2-Dollar-Goldmünzen geprägt.

Die großen Goldfunde lösten zugleich einen neuen Abschnitt in der numismatischen Geschichte des Landes aus. Damit das kostbare Metall nicht wie bisher in die USA zur Weiterverarbeitung exportiert werden musste, genehmigte die britische Regierung den Kanadiern den Bau einer eigenen Prägestätte. 1905 begannen die Kanadier am Sussex Drive in Ottawa mit dem Bau eines burgähnlichen Münzpalastes, drei Jahre später war es dann soweit. Am 2. Januar 1908 wurde Ottawas Zweigstelle der British Royal Mint offiziell eröffnet. Um das historische Ereignis numismatisch zu würdigen, wurde in Miniauflage ein Sovereign mit dem Porträt Edward VII. (1901 - 1910) geprägt, heute eine kostbare Rarität (in der Qualität "vorzüglich" mit 17.000,- DM katalogisiert). Von den englischen Sovereigns waren die kanadischen lediglich durch das Münzzeichen "C" zu unterscheiden.

Unter Georg V. (1910 - 1936) wurden nicht nur die Sovereigns weiter geprägt, hinzu kamen außerdem 5- und 10-Dollar-Goldstücke mit dem kanadischen Wappen auf der Wertseite sowie neue Cent-Kursmünzen. Die Nominale 5, 10, 25 und 50 Cents wurden allesamt in Silber geprägt, lediglich die 1-Cent-Wertstufe erschien in Bronze. Zum 90-jährigen Jubiläum von Ottawas Prägestätte gab Kanada 1998 ein getreu den historischen Designs gestaltetes Münzset heraus, das sich lediglich durch den porträtierten Monarch, nämlich Queen Elizabeth II., unterscheidet.

Im Jahr 1931 wurde Ottawas Prägestätte offiziell den Kanadiern übergeben und durfte sich fortan Königlich Kanadische Münze nennen. Um sich dieser großen Ehre würdig zu erweisen, gab Kanada 1935 seine erste Gedenkmünze anlässlich des 25. Jahrestages der Thronbesteigung von König Georg V. heraus. Der Silber-Dollar mit dem Kanu-Motiv stellt auch in weiterer Hinsicht einen numismatischen Markstein dar: Es war der Start der ersten und damit längsten Gedenkmünzenserie Kanadas, die vorwiegend landesbezogene Themen aufgreift.

Mitte 1970 prägte Kanada rund dreißig 5- und 10-Dollar-Silbermünzen anlässlich der Olympischen Sommerspiele in Montreal sowie als Abschluss im Jahr 1976 eine 100-Dollar-Goldausgabe mit der Göttin Athene und einem antiken Olympioniken als Motiv. Mit dieser Gedenkmünze begann die zweite große Serie Kanadas, die jährlich eine 100-Dollar-Goldmünze in 14 Karat (583 Au) beinhaltet. 1996 war, wie bereits erwähnt, der Goldrausch am Klondike das Thema.

Nicht aufgrund der Olympiade von Montreal, die kurzzeitig einen sprunghaften Anstieg kanadischer Gedenkmünzen auslöste, sondern vor allem wegen der zunehmenden Prägeaufträge aus aller Welt wurde 1975 der Bau einer zweiten Münzstätte in Winnipeg notwendig, die ausschließlich Umlaufnominale herstellt. Die Prägeautomaten sind auf dem neuesten Stand der Technik und können in einer Stunde 500.000 Münzen verschiedener nationaler Währungen produzieren. Und als sei dies noch nicht genug, wurde erst letztes Jahr ein 30 Millionen Dollar teurer Erweiterungsbau in Winnipeg eröffnet, der auf knapp 6.000 Quadratmetern Platz für dreißig zusätzliche Arbeitsplätze bietet.

Weltbekannt wurde die Königlich Kanadische Münze spätestens im Jahr 1979 mit der Herausgabe des ersten "Maple Leaf", der zweiten Gold-Anlagemünze - nach dem südafrikanischen "Krügerrand" - mit dem charakteristischen Ahornblatt als Motiv. Die Bullionmünzen wurden zunächst mit einem 999er Feingehalt geprägt, was bereits weit über der Reinheit des Krügerrands (917er Feinanteil Gold) lag. 1982 übertrafen sich die kanadischen Münzmacher selbst und erreichten beim Maple Leaf einen Goldgehalt von 999,9 Prozent, was als "four nine fine" in die Geschichte einging.

Ein gewaltiger Schub in der Ausgabepolitik der Königlich Kanadischen Münze setzte mit Beginn 1990 ein. Nachdem zwei Jahre zuvor zusätzlich der Maple Leaf in Silber und Platin eingeführt wurde, startete Kanada nun gleich mehrere Serien auf einmal, was als Hinweis auf die Beliebtheit der kanadischen Münzen in aller Welt gewertet werden kann.

Das Königlich Kanadische Münzamt ist eine Handelsgesellschaft, die ihrem einzigem Aktionär, der kanadischen Regierung, einen großen Teil des Profits im Gegenzug zu den geleisteten Investitionen zurückzahlt. Der Senior-Geschäftsführer des Königlich Kanadischen Münzamtes sowie der Präsident und der Münzmeister müssen sich gegenüber einem Vorstand, der von dem kanadischen Verkehrsminister David Collenette ernannt wird, verantworten. Die Zentrale des Königlich Kanadischen Münzamtes in Ottawa und die Produktionsstätte in Winnipeg bilden zusammen eine der größten und ausgefeiltesten Münzprägestätten der Welt. In beiden Stätten sind zusammen mehr als 700 ausgebildete Mitarbeiter angestellt, die sich sowohl um das Münzdesign, die Produktion als auch das Marketing kümmern.

Das Königlich Kanadische Münzamt stellt alle regulären Münzen, die in Kanada im Umlauf sind, her. Auch für andere Länder übernimmt sie die Prägung. Für sowohl Inlands- als auch Auslandskunden designt und produziert die Münzanstalt z.B. folgende Münzen: Sammlermünzen, Gold-, Silber- und Platinmünzen, individuell angefertigte Medaillen oder auch Spielmarken. Ebenso werden erlesene Armbanduhren mit außergewöhnlichem Münzdesign produziert.