Vom Album bis zur Waage

>Vom Album bis zur Waage

Erst durch die passenden Aufbewahrungssysteme wird aus einer Ansammlung von Münzen eine echte Münzensammlung. Im Fachhandel wird dazu eine große Vielfalt an Alben, Kassetten und sonstigem Zubehör angeboten.

Auf Dauer behalten Münzen ihren Sammlerwert nur durch fachgerechte Aufbewahrung. Ob das in Kassetten, den immer beliebter werdenden Alu-Münzkoffern, in Stapelboxen oder im klassischen Album geschieht, ist dabei eher eine Frage des Anspruchs.

Das wichtigste ist allen Systemen gemein: Die Münzen werden geschützt aufbewahrt, denn sie dürfen bei der Lagerung keinesfalls aneinander reiben, um ihre Oberflächen und Ränder vor irreparablen Schäden zu bewahren.

In der berühmt-berüchtigten Zigarrenkiste oder der alten Keksdose, die noch immer in vielen Sammlerhaushalten zu finden sind, sollten allenfalls gering erhaltene Umlaufmünzen vorübergehend verwahrt werden. Ein Liebhaberstück hat darin nichts zu suchen.

Im Übrigen macht Sammeln ja erst richtig Spaß, wenn man seine Stücke auch entsprechend sortiert und ordentlich präsentiert. Das entsprechende Zubehör muss dabei gar nicht teuer sein.

Das maßgeschneiderte Aufbewahrungssystem

In vielen Fällen ist es sogar gänzlich kostenlos und dennoch von hoher Qualität. Dann nämlich, wenn man sich für die bequeme Art des Sammelns per Ergänzungslieferung durch Münzversandhändler entschieden hat.

Hier kommen die Stücke stets sorgfältig gekapselt oder auf andere Weise gut geschützt beim Sammler an. Die beigefügten Datenkarten und Zertifikate bergen überdies interessantes Hintergrundwissen zu Land und Leuten, zu technischen Spezifikationen und Ausgabeanlass.

Aber auch der treue Münzen-Abonnent wird nicht umhin komentmen, für Gelegenheitskäufe, Souvenirs, Funde oder Geschenke, die einzeln und lose in seinen Besitz gelangen, Aufbewahrungssysteme anzuschaffen.

Als preiswerte und platzsparende Möglichkeit bewährt sich seit Langem das Münzalbum. Es kann dekorativ ins Bücherregal gestellt werden und ist in vielen Variationen erhältlich. Albumblätter mit verschiedenen Facheinteilungen werden allen Anforderungen von der Kleinmünze bis zum Kursmünzensatz gerecht.

Der Einsatz von weichmacherfreiem Material vermeidet die früher schädlichen Einflüsse auf das Münzmetall.

Für gängige Umlaufserien gibt es daneben sogenannte Eindrückalben. Sie bestehen aus extradickem Karton mit passgenauen Stanzungen, in die die Münzen „eingedrückt“ werden – daher auch der Name. Diese Mappen sind zumeist bunt bedruckt und ihre Aussparungen mit Abbildungen der entsprechenden Münzen versehen.

Sie eignen sich deshalb gut für Stücke aus dem Umlauf, die so auch ohne Zuhilfenahme eines Katalogs oder einer Fehlliste lückenlos gesammelt werden können.

Repräsentative Kassetten

Beileibe nicht nur bei jungen Tauschfreunden auf Schulhöfen trifft man diese Eindrückalben an, sondern auch zuhause beim gestandenen Sammler, der darin eine günstige Aufbewahrungsmöglichkeit für weniger wertvolle Münzen findet.

Als 2002 der Euro eingeführt wurde, fanden solche Alben für die 12 Gründerstaaten gerade bei Neusammlern millionenfachen Absatz. Allerdings stellte sich bald heraus, dass die Kollektion mit der EU-Osterweiterung um weitere Länder wuchs, die darin keinen Platz hatten.

Im Handel werden deshalb heute Euro-Eindrückalben angeboten, die neben allen Mitgliedern der Währungsunion bereits die Beitrittskandidaten berücksichtigen, die sich zur Einführung des Euro verpflichtet haben.

Wertvolle Silber- und Goldmünzen gehören dagegen nach wie vor in eine repräsentative Kassette. Diese Form der Aufbewahrung kommt dem klassischen Münzschrank am nächsten, wie ihn früher wohlhabende Sammler ihr Eigen nannten und der auch heute noch hier und da anzutreffen ist.

Verschiedene Hersteller bieten heute Kassetten an, die mit gepolstertem Velours bezogen und deren Deckel innen mit einem weichen Seidenkissen ausgestattet sind. Daneben gibt es die klassische Echtholz-Kassette – für viele die angemessene Form, wertvolle Münzen zu präsentieren.

Die Kassetten haben Einlagen mit verschieden großen Fächern (Tableaus), in die man die Münzen übersichtlich geordnet einlegen kann.

Auch stapelbare Münzboxen, deren Tableaus wie Schubladenherausgezogen werden können, erfreuen sich großer Beliebtheit. Gerade auch für unterschiedliche Sammelgebiete sind diese „mitwachsenden“ Münzboxen bestens geeignet, die jederzeit um weitere Auszüge aufgestockt werden können.

Üblicherweise bestehen sie aus unverwüstlichem Kunststoffmaterial, in der Luxusausführung gibt es sie auch aus echtem Holz – ein wahrer Blickfang im Bücherregal.

Für Euro-Kursmünzensätze mit ihren uneinheitlichen Formaten gibt es ebenfalls pfiffige Aufbewahrungs-Lösungen: Neben den bereits erwähnten Alben werden im Münzhandel Aluminiumkoffer angeboten, in denen gleich mehrere Dutzend der gängigsten Jahressätze in Originalverpackung übersichtlich wie in einem Karteikasten stehend angeordnet werden können.

Preiswert und robust: Alukoffer weiter im Trend

Wie überhaupt Alukoffer bei den Münzensammlern hoch im Kurs stehen: Sie sind leicht und dennoch stabil, abschließbar und oft überraschend preiswert. Wie klassische Kassetten enthalten sie samtbezogene Tableaus, die es in vielen verschiedenen Einteilungen gibt.

Wichtig ist, dass man sie bis zur Deckelpolsterung vollstapelt, damit die einzelnen Münzen nicht aus ihren Fächern herausfallen können, wenn der geschlossene Koffer senkrecht am Griff getragen wird.

Diese Raumwunder von der Grundfläche nicht größer als ein DIN-A4-Blatt, fassen – wie das auf Seite 47 gezeigte Beispiel – mit ihren sechs Tableaus insgesamt 120 Prägungen mit Durchmessern bis 41 Millimeter, also zum Beispiel deutsche 10-Euro-Gedenkmünzen oder deren Nachfolger zu 20 Euro. Auch mit schützenden Münzkapseln übrigens, die nicht nur für

empfindliche Stücke in höchster Prägequalität Pflicht, sondern auch für normale Stempelglanzmünzen empfehlenswert sind.

Es gibt sie günstig als Set mit verschiedenen Größen oder formatgleich als 10er-Packung.

Wer die entsprechenden Kataloge des Handels studiert, wird darüber hinaus allerlei weitere nützliche Requisiten für Münzensammler entdecken. So zum Beispiel Pflegesets mit Reinigungsbädern, entsprechenden Anleitungen, Baumwollhandschuhen und speziellen gummibeschichteten Münzpinzetten.

Neben Lupen in allen Ausführungen und Preisklassen, heute häufig auch mit LED-Beleuchtung, gibt es hier auch Waagen, die zur Bestimmung einer Münze oder deren Echtheit unentbehrlich sein kann. Während früher teure Apothekerwaagen angeschafft werden mussten, stehen heute kleine, günstige und sehr präzise digitale Gewichtsmesser zur Verfügung.

Eine elektronische Miniwaage, wie sie derzeit im Handel angeboten wird, ist kleiner als eine Zigarettenschachtel und passt in jede Hosentasche. Sie misst aufs hundertstel Gramm genau und hat einen abnehmbaren Deckel, der als Waagschale (bis 100 Gramm) verwendet werden kann.

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