Neue Motiv-Münzserie in Sterlingsilber

Tierbabys in Originalfarben

Die Cookinseln haben 2015 eine Reihe mit Silber-Gedenkmünzen gestartet, die frisch geborenen Jungtieren aus aller Welt gewidmet ist. Als Besonderheit sind diese darauf naturgetreu koloriert.

"Oh, sind die süß!", ist nicht nur bei Kindern zumeist die erste Reaktion, wenn sie Babys von Säugetieren sehen, die gerade erst zur Welt gekommen sind. Diese natürliche Tierliebe haben die Cookinseln numismatisch aufgegriffen, indem sie 2014 eine Münzenserie mit Tierbaby- Motiven gestartet haben. Die Ausgaben werden mit 2 Dollars Nennwert, 38,6 Millimetern Durchmesser und 12 Gramm Raugewicht in Sterlingsilber (925/1000) und höchster Sammlerqualität "Polierte Platte" geprägt. Insgesamt gibt es davon maximal 10.000 komplette Kollektionen.

Das Auffälligste an der Münzenserie ist ihre Gestaltungsidee: Alle gewürdigten Tierbabys wurden auf den Ausgaben nach der Prägung eigens naturgetreu koloriert und wirken dadurch fast wie ein fotografisches Abbild, während der silberne Münz- Hintergrund ihren jeweiligen natürlichen Lebensraum darstellt.

Zum Start: Eichhörnchen, Löwe, Schimpanse & Zebra

Bereits 2014 kamen zum Serienstart das Eichhörnchen, der Löwe und Schimpanse sowie das Zebra zu Münzehren, wobei ihre Namen in Englisch – der zweiten Amtssprache auf den Cookinseln – aufgeprägt sind: Squirrel, Lion, Chimpanzee, Zebra. Als Motiv ist zum einen ein Eichhörnchen in einer typischen Szene auf einem Ast hockend abgebildet, wie an einer Nuss knabbert – wobei es auch Insekten und Vogeleier frisst. Das tagaktive europäische Hörnchen trägt seinen Nachwuchs knapp vierzig Tage und wirft in der Regel zweimal pro Jahr bis zu fünf Junge, die anschließend neun Wochen bei der Mutter bleiben und größtenteils nicht das erste Lebensjahr erreichen. Bei der Geburt wiegt ein Jungtier etwa knapp zehn Gramm und ist sowohl blind als auch nackt. Die Lebensdauer von Eichhörnchen beträgt in Freiheit nur wenige Jahre.

Vom kleinen europäischen Baumbewohner geht es nun in die afrikanische Savanne, wo der Löwe das größte Raubtier ist und zu den "Big Five" zählt – den fünf prominentesten Großwildarten des Schwarzen Kontinents. Bei der Geburt sind die blinden Löwenbabys mit dichtem Fell nur einen halben Meter groß und wiegen rund anderthalb Kilogramm. Sie werden durchschnittlich sieben Wochen nur von der Mutter gesäugt (danach von allen Rudelweibchen), die sie zuvor rund vier Monate trug, um maximal einmal im Jahr mehrere Junge zu werfen. In der Wildnis werden männliche Löwen durchschnittlich zwölf Jahre alt, Weibchen leben etwas länger.

Ebenfalls im zentralen Afrika beheimatet sind die Schimpansen, die menschenähnlichsten Primaten, deren bevorzugter Lebensraum die Bäume tropischer Regenwälder, aber auch von Savannen sind. Dem Menschen nahe sind auch ihr hohes Lebensalter von über 50 Jahren (in der Wildnis deutlich geringer) sowie die sieben- bis neunmonatige Tragezeit der Weibchen. Zumeist wird nur ein Junges geboren, das sich nach der Geburt an der Mutter festklammert und auf ihrem Rücken mitreitet.

Zu den markantesten afrikanischen Tierarten zählt das Zebra, dessen Streifenmuster zur Tarnung vor großen Raubtieren wie dem Löwen dient, aber auch der Abwehr gefährlicher Insekten. Wie bei allen Pferden bringen die Stuten nach einer Tragezeit von bis zu einem Jahr ein einziges Fohlen zur Welt, das sofort stehen kann. Zebras können bis 30 Jahre alt werden, in freier Wildbahn eher 20 Jahre.

2015er Motive: Elefant, Känguru & Eisbär

2015er Motive aus verschiedenen Erdteilen sind der Elefant, das Känguru und der Eisbär (englisch: Elephant, Kangaroo, Polar Bear). Die mächtigsten heute lebenden Landtiere sind der in Indien und Südostasien beheimatete Asiatische Elefant sowie die größeren, südlich der Sahara lebenden afrikanischen Elefantenarten, deren Bezeichnung bereits auf ihre bevorzugten Lebensräume verweist: der Wald- bzw. Steppenelefant. Letztere Bullen können in Einzelfällen über vier Meter groß werden, wobei sie mehrere Tonnen auf die Waage bringen. Die Lebenserwartung von Elefanten ähnelt der des Menschen. Dagegen tragen Kühe ihren Nachwuchs mit rund 22 Monaten über doppelt so lang, ehe sie ein bereits durchschnittlich 120 Kilogramm schweres Kalb gebären.

Weiter geht es nach Australien zum dortigen Nationaltier, dem Känguru. Typisch für Beuteltiere besitzen die Weibchen spezielle Bauchtaschen mit Milchdrüsen, in die das Neugeborene seinen Weg ohne Hilfe der Mutter findet und dort je nach Art fünf bis zehn Monate bleibt. Bei seiner Geburt, nach einer kurzen Tragezeit von durchschnittlich einem Monat, ist der noch wenig entwickelte Winzling gerade mal ein paar Zentimeter lang und wiegt unter einem Gramm. Ausgewachsene Kängurus können in der Wildnis etwa 12 bis 18 Jahre alt werden.

Den Abschluss unserer tierischen Weltreise macht der Eisbär, der mit durchschnittlich einer halben Tonne Körpergewicht als größtes Raubtier der Erde auf dem arktischen Treibeis und an den Küsten der Polarregion lebt. Wie bei anderen Bären bestehen zwischen Mutter und Jungtieren sehr enge Bindungen, was auch mit an der Hilflosigkeit der nur knapp ein Kilogramm leichten, tauben und blinden Neugeborenen liegt. Die Geburt der durchschnittlich zwei Babys erfolgt nach einer zwei- bis dreimonatigen Tragezeit zwischen November und Februar, indem sich trächtige Weibchen etwa einen Monat davor in eine Geburtshöhle zurückziehen, in der sie auch Winterruhe halten. Die Lebenserwartung von Eisbären, die übrigens exzellente Langstreckenschwimmer sind, beträgt in der Regel bis 25 Jahre.

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