Wendischer Münzverein

Wendischer Münzverein

Im Jahr 1379 entstandene Münzvereinigung der Hansestädte Hamburg, Lübeck, Wismar und Lüneburg (ab 1381 auch Rostock und Stralsund, zeitweise Greifswald und Hannover). Erstes Gemeinschaftsnominal, das ausgegeben wurde, war der Witten, die erste größere Silbermünze des 14. Jahrhunderts im norddeutschen Raum. 

Ab 1391 kamen Dreiling und Sechsling dazu, im 15. Jahrhundert Blaffert, lübischer Schilling (Währung der Hansestadt Lübeck) und Doppelschilling sowie im 16. Jahrhundert die Lübische Mark. Lübeck und Lüneburg prägten zudem im Jahr 1541 den Wendetaler, eine 28,73 g schwere Doppelmark. Nach Erlass der Reichsmünzordnung von 1559 schlossen sich die Mitglieder des Wendischen Münzvereins der Münzpolitik des Niedersächsischen Kreises an.