Waffengeld

Waffengeld

Vormünzliche Zahlungsmittel, die es schon in prähistorischer Zeit gab. Man vermutet, dass es Axt- und Beilgelder schon in der Stein- und Bronzezeit gab. Nicht jede Waffe wurde zum Zahlungsmittel, sondern nur bestimmte, für diesen Zweck ausersehene Stücke, meist wertvolle und/oder über einen längeren Zeitraum gebräuchliche Waffen. Sie können nicht auf Anhieb als solche identifiziert werden, am ehesten noch Kümmer- oder Prunkformen, die sich nicht mehr zum Gebrauch als Waffen eignen, wie z.B. die afrikanischen Prunkwaffen.

Zum Waffengeld zählt z.B. das Lanzenspitzen-, Pfeilspitzen-, Wurfmesser- und Messergeld. Es konnte neben seiner Verwendung als Zahlungsmittel auch zur Bezahlung des Brautpreises oder von Strafen bei Vergehen, als Würdezeichen bei zeremoniellen Anlässen oder als Grabbeigabe dienen. Im Vergleich zum Naturalgeld stellt das bei unterschiedlichen Völkern in allen Erdteilen der Welt vorkommende Waffen- und Gerätegeld eine geldgeschichtlicheWeiterentwicklung dar.