Taler

Taler

Den ersten Taler der Münzgeschichte brachte im Jahr 1486 Erzherzog Sigismund von Tirol (1427–1496) aus 15-lötigem Silber heraus. Im Wert entsprach die neue Münze dem Goldgulden, weswegen sie anfangs auch »Guldiner« genannt wurde. Den Durchbruch erreichte das neue Nominal als mit der sächsischen Münzreform von 1500 der Klappmützentaler (Guldengroschen) entstand. Seinen eigentlichen Namen erhielt der Taler im Jahr 1519, als die Grafen Schlick im böhmischen Joachimsthal begannen, das Silber ihrer Gruben millionenfach in Guldengroschen zu vermünzen. Nach ihrem Prägeort wurden diese Münzen als Joachimsthaler, später einfach kurz als »Thaler« bezeichnet.
Ab 1566 als Reichstaler anerkannt, blieb das Nominal bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts als Währungsmünze bzw. Rechnungseinheit bestehen. Erst im Jahr 1908, nach der sukzessiven Umstellung auf die Mark, wurden die letzten im Umlauf verbliebenen Vereinstaler in Deutschland ungültig (1 Vereinstaler = 3 Mark).