Scherflein/ Scherf

Scherflein/ Scherf

Das Wort Scherf ist aus dem lateinischen „scripulus“ entstanden und als hochdeutsches Wort über Westfalen und Thüringen nach Niedersachsen gelangt. Hier erdrängte es den einheimischen Helling, die Hälfte eines Pfennigs. Später übernahm der auf die Hälfte seines ursprünglichen Werts abgesunkene Heller die Rolle des albpfennigs. 

Schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden in Lüneburg Kupferscherfe ausgeprägt. Später auch in Mecklenburg-Güstrow, Lübeck, Hamburg, Stettin und Erfurt. Der Scherf hatte immer schon die Bedeutung der kleinsten Münze. Deshalb hat Martin Luther das Scherflein auch in die Bibel aufgenommen. Dort wird von einer armen Witwe berichtet, die zwei Scherflein, ihr ganzes „Vermögen“, in den Klingelbeutel legte.