Rupie

Rupie

Deutsche Kolonialsilbermünze nach Vorbild der britisch-indischen Rupie, die 1888 von der Deutsch-Ostafrikanischen-Gesellschaft in der Kolonie Deutsch-Ostafrika eingeführt wurde. Ausgegeben wurden Nominale zu 2, 1, 1/2 und 1/4 Rupien sowie kupferne 1 Pesa-Stücke (1 Rupie = 64 Pesa). Die Münzen zeigen auf der Vorderseite das Brustbild von Kaiser Wilhelm II., auf der Rückseite ist das Wappen der Deutsch-Ostafrikanischen-Gesellschaft zu sehen. 

1903 übernahm das Deutsche Reich das Münzwesen Deutsch-Ostafrikas und setzte die Rupie in ein festes Verhältnis zur Mark (10 Mark = 7 ½ Rupien); die Kupfer-Pesa wurden durch den Heller ersetzt  (1 Rupie= 100 Heller). Die deutschen Prägungen für Deutsch-Ostafrika existierten noch bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Die letzten (Not-)Prägungen entstanden im Jahre 1916. Geprägt wurden alle Rupien in Berlin.