Maria-Theresien-Taler

Maria-Theresien-Taler

Bezeichnung für die nach dem Konventionsfuß geprägten habsburgischen Taler, auf deren Vorderseite die Büste der österreichischen Kaiserin Maria Theresia (1717–1780) zu sehen ist. Im speziellen Sinn ist damit jedoch der Taler mit der Jahreszahl 1780 gemeint – dem Sterbejahr der Kaiserin – , der in hohen Stückzahlen in der Münzstätte Günzburg (damals Vorderösterreich) geprägt wurde. Das Nominal entwickelte sich im 18. und 19. Jahrhundert aufgrund der Beständigkeit seines Feingehalts zu einer der wichtigsten Handelsmünzen in Afrika und dem Orient. 

Auch nach dem Tod der Kaiserin prägte man den Maria-Theresia-Taler mit der Jahreszahl 1780 in Günzburg weiter; nach Schließung der Münzstätte wurde die Produktion in Wien fortgesetzt. Im 20. Jahrhundert wurde die Münze u.a. auch in Bombay, Brüssel, London und Paris nachgeprägt. Im Äthiopien war der Maria-Theresia-Taler bis 1945 Währungseinheit, im Oman und im Jemen läuft der Maria-Theresia-Taler als halboffizielle Münze noch immer um. Auch in Wien wird das Nominal noch heute geprägt.