Konventionsfuß

Konventionsfuß

20-Gulden-Fuß, der von Österreich bereits 1750 eingeführt worden war und durch eine Konvention mit Bayern 1753 auf ein größeres Gebiet ausgeweitet wurde. Dabei wurden 20 Gulden aus einer feinen Mark geschlagen. Das neue 2-Gulden-Stück wurde Taler genannt. Aufgrund der zahlreichen zirkulierenden Kleinmünzen musste Bayern schon nach einem Jahr den Wert des Talers um 20 Prozent erhöhen. In dieser abgewandelten Form (eigentlich rechnerisch nun ein 24 Gulden-Fuß) wurde der Konventionsfuß von den meisten süd- und westdeutschen Territorien in den kommenden Jahrzehnten angenommen. Im 19. Jahrhundert verlor der Konventionsfuß allmählich an Bedeutung. Offiziell wurde er durch den Wiener Münzvertrag vom 24. Januar 1857 zwar aufgehoben, im Umlauf fanden sich die Konventionsprägungen aber noch für mehrere Jahrzehnte, s. Vereinstaler.