Kolonialmünze

Kolonialmünze

Münzen der Antike, die für die Kolonien und Provinzen des Römischen Reichs geprägt wurden (auch Provinzialprägungen). Münzbild und In- bzw. Umschrift der Gepräge verweisen häufig auf die Gründer der Kolonien. Zu den häufigsten Prägungen zählen hier die »Alexandriner« in Ägypten.  

In der Neuzeit, zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert, wurden Kolonialmünzen von zahlreichen europäischen Staaten für ihre überseeischen Besitzungen ausgegeben, z.B. von Portugal, Spanien, England, Frankreich und den Niederlanden. Auch Deutschland prägte für seine Kolonien wie Deutsch-Ostafrika, Deutsch-Neuguinea oder Kiautschou Kolonialmünzen. Viele der Gepräge entsprechen vom Aussehen den Münzen des jeweiligen Mutterlandes, ein Teil weicht jedoch auch davon ab.