Kerbrand

Kerbrand

Ursprünglich wurden Beschriftungen und Verzierungen auf dem Rand von Münzen eingeführt, um die Münzen gegen Beschneidungen zu schützen. Gerade bei Edelmetallmünzen bereicherten sich früher einige Betrüger, indem sie am Rand der Münze Gold oder Silber abschnitten oder -feilten und das wertvolle Metall gewinnbringend verkauften. Danach wurde die Münze, scheinbar vollwertig, wieder in den Geldumlauf zurückgegeben. Vor allem Geldwechsler, durch deren Hände sehr viele Münzen gingen, standen im Ruf sich durch Beschneidung von Münzen ein Zubrot zu verdienen. 

Auch heute noch dient die Randgestaltung der Fälschungssicherheit. So haben nicht nur die hohen Werte der Euro- und Cent-Münzen Kerb- oder Riffelränder, sondern beispielsweise auch der deutsche Gold-Euro. Randschriften bei modernen Münzen dienen darüber hinaus der Ergänzung der Informationen auf Münzen. So wurde beispielsweise beim letzten deutschen Silber-Euro zum 200. Todestag von Gottfried Semper der Baumeister näher charakterisiert. Die Inschrift lautet: ARICHTEKT – FORSCHER – KOSMOPOLIT – DEMOKRAT