Der Gulden

Der Gulden – die europäische Goldmünze

Der Gulden ist ein Kind der Kreuzzüge. Nachdem das römische Reich zerfallen war, wurden in West- und Mitteleuropa wegen des fehlenden Rohstoffes Gold kaum noch goldene Münzen geprägt. Erst die Kreuzritter brachten Mitte des 13. Jahrhunderts wieder Gold von Ihren Ausflügen ins Morgenland mit. Und so begann die italienische Handelsmacht Florenz mit der Prägung des ersten Goldguldens – dem Fiorino d’oro. 

                                                           Der Goldgulden breitet sich in Europa aus

Der Begriff Gulden setzte sich bald als Sammelbegriff für alle Goldmünzen durch; er leitet sich – wie unschwer zu erkennen ist – vom Wort „golden“ beziehungsweise der mittelalterlichen Variante „gülden“ ab. Die oft gebrauchte Bezeichnung „Goldgulden“ ist somit eigentlich eine unnötige Dopplung. Zur ersten Guldenprägung außerhalb Reichsitaliens kam es im Jahr 1325 in Böhmen, zunächst noch in der traditionellen Variante nach florentinischem Vorbild: Die eine Seite zeigte die Lilienblüte, das Symbol der Stadt Florenz, und die andere Seite den heiligen Johannes der Täufer. Aber schon 25 Jahre später wurden diese Symbole ersetzt durch den böhmischen Löwen und den Kaiser. Nach und nach kam es in weiteren Teilen Europas zu Guldenprägungen – zum Beispiel in Sachsen, Rheinland, Tirol und natürlich in den Niederlanden. 

 Der Gulden als Währung in den Niederlanden

In unserem Nachbarland, den Niederlanden, war der Gulden und die Unterteilung Cent die Währung vor der Einführung des Euros. 1601 wurden dort erstmals Gulden geprägt. Die Münzen lagen zuletzt in den Stückelungen 5 Cent, 10 Cent, 25 Cent, 1 Gulden, 2½ Gulden und 5 Gulden vor. Für Sammler interessant sind vor allem die 1948 aus dem Verkehr gezogenen Münzen ½ Cent, 2½ Cent, 50 Cent (Halve Gulden) sowie die 1 Cent Münze, die seit 1983 nicht mehr im Umlauf ist. Besonders selten und darum sehr begehrt ist die 3 Gulden Münze, die nur zwischen 1818 und 1832 geprägt wurde. 

 

 

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