Confoederatio Helvetica

Confoederatio Helvetica - lateinische Bezeichnung für die Schweiz

Die 20 Rappen Münze mit der Aufschrift „Confoederatio Helvetica“

„Confoederatio Helvetica“ ist die lateinische Bezeichnung für die Schweizerische Eidgenossenschaft, welche 1803 von Napoleon Bonaparte offiziell ausgerufen wurde. Man findet den Namen (auch in der abgekürzten Form „Helvetia“) häufig auf Münzen und Briefmarken, die ab 1850 in der Schweiz geprägt wurden.  Bis zum 19. Jahrhundert war es auch in anderen Ländern üblich, solche lateinische Bezeichnungen auf Münzen zu prägen. Heute ist die Schweiz jedoch das einzige Land, das diese Tradition fortgeführt hat.

 

Vorgeschichte

 

Im Rahmen der Gründung der Helvetischen Republik im Jahr 1798  wurde bereits ein Jahr später  der Franken als staatliche Einheitswährung für alle Kantone der Schweiz eingeführt. Allerdings ohne Erfolg: Da die französische Regierung alte Währungen wie den Batzen und den Rappen in das Währungssystem integrierte und kein Papiergeld einführte, kam es zu einem Fülle von verschieden Münzen, unter denen sich der neue Franken nicht durchsetzen konnte.

   

Schließlich wurde die Münzprägung während der Meditationszeit wieder in die Hände der einzelnen Kantone gelegt, nachdem Napoleon Bonaparte im Jahre 1803 die ursprüngliche Helvetische Republik nach nur fünf Jahren auflöste, und unter dem Namen „Schweizerische Eidgenossenschaft“ mit der Mediationsverfassung neu gründete.

Nachdem 1848 der schweizerische Bundesstaat in seiner heutigen Form ausgerufen wurde, galt es, einen Namen für die Nation zu finden, der von allen Kantonen akzeptiert werden würde. Eine solche  Bezeichnung zu finden erwies sich jedoch als echte Herausforderung, da sie in allen drei Sprachen der Schweiz verstanden werden sollte und keine Bevölkerungsgruppe bevorzugen durfte. Aus diesem Grund führte man den lateinischen Ausdruck „Confoederatio Helvetica“ ein. Die Bezeichnung Helvetica nimmt Bezug auf die Helvetier. Die Helvetier waren ein antiker keltischer Stamm, der in Gebieten der heutigen Schweiz siedelte.

Die Prägung „Confoederatio Helvetica“

Mit der Ausrufung der Schweiz kehrte auch der Franken in seiner Rolle als Staatswährung zurück: Mit dem „Bundesgesetz über das eidgenössische Münzwesen“ wurde die Währung für ein einheitliches Münzsystem festgelegt, das für alle Kantone der Schweiz galt. Um die neuen Münzen von den alten zu unterscheiden, entschied man sich, die Franken von nun an entsprechend zu kennzeichnen. So tragen schweizerische Münzen seit 1879 die lateinische Benennung des Landes. Bis zum heutigen Tag werden die 5-, 10, und 20 Rappen Münzen sowie die 5  Franken-Münzen mit der Kennzeichnung geprägt, die ½, 1, und 2 Franken Münze tragen die Bezeichnung „Helvetia“.

Einige solcher Münzen und Briefmarken tragen außerdem das Bildnis der Helvetia, einer weiblichen Identifikationsfigur aus dem 17. Jahrhundert.