Die Geschichte der berühmten Schlösser des bayerischen Märchenkönigs
Schloss Neuschwanstein
Nur sieben Wochen nach dem Tod des Märchenkönigs Ludwig II. wurde Neuschwanstein im Jahr 1886 für das breite Publikum geöffnet. Der menschenscheue König hatte das Schloss erbaut, um sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Heute ist es längst zu einem weltbekannten Wahrzeichen Deutschlands geworden. Weit über eine Millionen Menschen besichtigen jährlich diesen außergewöhnlichen Prachtbau des legendären Märchenkönigs.
Schloss Linderhof
Linderhof steht bei Oberammergau und wurde von Ludwig II. als "Königliche Villa" geplant. Von 1874 bis 1878 wurde das Schloss unter seiner Anleitung anstelle des so genannten Königshäuschens seines Vaters Max. II. errichtet.
Es ist das kleinste der drei Schlösser und das einzige, das vollendet wurde. Der König liebte das kleine Schloss und verbrachte hier auch die meiste Zeit.
Eine besondere Raffinesse des Schlosses war eine Mechanik mit Namen "Tischleindeckdich". Damit konnte der Tisch des Speisesaals nach unten in die Küche gelassen, neu gedeckt und per Hand wieder nach oben gekurbelt werden.
Schloss Herrenchiemsee
Während Neuschwanstein einer Ritterburg gleicht und Linderhof eine Königliche Villa darstellen sollte, so sollte das Schloss Herrenchiemsee ein Denkmal für die französischen Könige und deren Schloss Versailles werden. Dieses Schloss sollte Ludwig II. als privates Refugium dienen, in dem er sich vor dem Alltag in seine Traumwelten vom idealisierten Königstum zurückziehen konnte.
Anfangs sollte das Schloss in der Nähe von Linderhof gebaut werden. Aufgrund des mangelnden Platzes an jenem Ort wurde schließlich der Bau auf der Herreninsel mitten im Chiemsee beschlossen.