Original-Silbertaler des bayerischen Königs Ludwig II. aus der Zeit von 1866 bis 1871
Das Fundament für eine gemeinsame deutsche Währung wurde bereits vor der Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871 gelegt. Schon mehr als 40 Jahre zuvor machte die wirtschaftliche Entwicklung im durch Kleinstaaterei zersplitterten Deutschland ein möglichst einheitliches Währungssystem erforderlich. Daher schlossen Preußen, Bayern, Hessen und Württemberg 1828/29 einen Zollvertrag ab, aus dem 1834 der Deutsche Zollverein entstand, dem fast alle deutschen Staaten angehörten. Diese prägten in der Folgezeit sogenannte „Vereinstaler“, bei denen das Verhältnis von Gewicht und Wert vorgegeben war.
Sie können jetzt einen ganz besonderen Vereinstaler des bayerischen Königs Ludwig II. aus der Zeit von 1866 bis 1871 besitzen. Auf der Vorderseite ist das Porträt des legendären Monarchen abgebildet. Die Rückseite zeigt die Heilige Jungfrau Maria auf einer Wolke thronend mit dem Jesuskind im Arm. Maria (auch: Madonna) wird noch heute als „Patrona Bavariae“ – Schutzherrin Bayerns – verehrt. Das Sammlerstück, das wir Ihnen heute anbieten, wird daher als „Madonnentaler“ bezeichnet. Diese Ausgabe ist äußerst selten und begehrt: Viele Exemplare wurden wegen des populären Sakralmotivs zu Schmuck verarbeitet. Darüber hinaus handelt es sich um die letzte deutsche Münze mit Madonnendarstellung!
Der über 140 Jahre alte Taler aus massivem Silber ist nicht nur besonders groß (ø ca. 33 mm) und schwer (über 18 g), sondern vor allem ein glanzvolles Original-Dokument der deutschen Geschichte. Er erinnert an den sagenumwobenen „Märchenkönig“ Ludwig II. von Bayern, dem wir einige der schönsten deutschen Bauwerke verdanken. Die während seiner Herrschaft (1864–1886) errichteten Schlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee werden jährlich von Millionen Menschen aus aller Welt besucht. Doch auch mit seinen faszinierenden Münzen wie diesem prächtigen Silbertaler setzte sich der Monarch ein bleibendes Denkmal.