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Die wichtigsten deutschen Münzen
 
Die wertvollste deutsche Silbermünze
Mit dem Bildnis von Friedrich dem Weisen erschien 1917 in Sachsen die wertvollste und seltenste Silbermünze des Deutschen Reiches. Es wurden nur 100 Stück in "Polierte Platte" geprägt. Der Katalogpreis beträgt ca. 90.000 Euro.

Eigentlich sollte die Silbermünze das Bildnis Martin Luthers tragen, denn der Ausgabeanlass war das 400-jährige Jubiläum der Reformation. Der große Reformator Martin Luther freilich war kein Adeliger und deshalb lehnte damals das Reichsschatzamt einen entsprechenden Vorschlag ab. Sozusagen als Kompromiss einigte man sich auf das Motiv von Friedrich den Weisen, Kurfürst und Herzog von Sachsen (1463 - 1525), der als Gründer der Universität Wittenberg und Freund und Förderer Luthers ebenfalls eine enge Beziehung zur deutschen Reformation hat.

Man hatte zwar schon zuvor in einigen Fällen Münzentwürfe genehmigt, die nicht den Landesherrn zeigten. So zum Beispiel 1915 den Heiligen St. Georg zu Pferd im Kampf mit dem Drachen oder zur Jahrhundertfeier der Zugehörigkeit der Grafschaft Mansfeld zu Preußen. Auch das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig (1913) ist ein solches Beispiel. Aber einen "Bürgerlichen" auf der Vorderseite einer Reichsmünze zu zeigen, das ging dem Bundesrat dann doch zu weit.

Friedrich oder Luther

Ursprünglich waren 330.000 Münzen zu 3 Mark geplant. Wegen der Silberknappheit im 1. Weltkrieg wurden aber zunächst nur 100 Stück zur Ausprägung genehmigt, die in der höchsten Qualität "Polierte Platte" in der Münzprägestätte Muldenhütten (E) hergestellt wurden.

Die restlichen Münzen sollten erst nach dem Friedensschluss geprägt werden. Da allerdings hatte man ganz andere Probleme, als sich um Gedenkmünzen zu kümmern. Außerdem: Die sächsische Staatsmünze war aufgelöst und Silber war immer noch unerschwinglich. So verzichtete man ganz auf die Herstellung der Hauptauflage.

Damit entstand diese große Münzrarität mit nur 100 Exemplaren, deren Vorbild ein Schautaler Friedrichs des Weißen aus dem Jahr 1522 ist.

100-facher Münzpreis

Nur selten wird eines dieser Stücke überhaupt angeboten, und wenn, dann entstehen auf Auktionen preistreibende Bietergefechte. Mit besonderer Spannung verfolgten die Teilnehmer einer Münzauktion im Frühjahr 1983 in der Schweiz die Versteigerung eines Exemplars von "Friedrich der Weise". Der Hammer fiel schließlich bei umgerechnet 130.000,- Mark und beendete damit die fast 30-jährige Odyssee dieser Münze.

Der Ersteigerer, ein Münzhändler namens Frank Sternberg, hatte nämlich die selbe Münze schon einmal im Jahr 1953 besessen und sie damals in den USA für 350,- Dollar verkauft. Ursprünglich hatte er 400,- Dollar verlangt, der Kunde, ein bekannter amerikanischer Sammler, konnte aber noch 50,- Dollar herunterhandeln. Nach dem Tode des Sammlers kam die Münze auf Umwegen wieder nach Europa und wurde schließlich in der Schweiz versteigert.

Als der jetzt in Zürich ansässige Sternberg von der Versteigerung "seiner" Münze hörte, wollte er sie unbedingt zurück haben. Der Preis dieser Münze hatte sich in knapp 30 Jahren mehr als verhundertfacht.

Noch im Jahr 1965 brachte die Versteigerung einer 3-Mark-Münze dieses Typs in Frankfurt "nur" 9.000,- Mark. Im Auktionsbericht ist vermerkt, dass dieser Preis damals fast dem Wert von zwei Kilo reinem Gold entsprach. Heute müsste man die Münze mit mehr als acht Kilo Gold aufwiegen...
 
Die seltenste Münze der BRD
Die seltenste Münze der Bundesrepublik Deutschland ist das 50-Pfennig-Stück von 1950. Ein Irrtum der Prägestätte Karlsruhe macht diese Münze zu einer seltenen Rarität. Statt des neuen Schriftzugs "Bundesrepublik Deutschland" zeigt sie noch die alte Bezeichnung "Bank deutscher Länder!

Nur wenige Münzen dieser Auflagen wurden tatsächlich in Umlauf gebracht. Damit ist diese Münze nicht nur die seltenste Deutschlands, sondern auch eine gesuchte Rarität, auf die viele Sammler lange vergeblich warten!
 
Die seltenste Münze der BRD
  
50-Pfennig von 1950 mit der Bezeichnung "Bank deutscher Länder!
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Die wertvollste deutsche Silbermünze der BRD
Die wertvollste deutsche Silbermünze der Bundesrepublik Deutschland ist die berühmte 5-DM-Silbermünze "J" aus dem Jahr 1958. Sie ist ein numismatischer Klassiker und wird zunehmend knapper und damit teurer! Diese Silbermünze ist auf nur 60.000 Exemplare streng limitiert.
 
Die kleinste deutsche Silbermünze
Die kleinste deutsche Silbermünze wurde unter Wilhelm I. nur 1873 - 1877 geprägt. Es handelt sich also um ein seltenes Original aus der Kaiserzeit mit einem ungewöhnlichen Nennwert von 20 Pfennig.
 
Preußen - 20 Pfennig
  
Seltenes Original aus der Kaiserzeit: Deutschlands kleinste Silbermünze!
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Deutschlands einzige 25-Pfennig-Münze
Die 25-Pfennig-Münze wurde nur vier Jahre geprägt: 1909 - 1912. Dieser Pfennig ist ein über 90 Jahre altes Original und eine der größten Kleinmünzen der Kaiserzeit!
 
Die einzige 25-Pfennig-Münze!
  
Nur vier Jahre geprägt!
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Neuer Start mit deutscher Mark
Das Dritte Reich hinterließ nicht nur zerstörte Städte und Fabriken, sondern auch ein völlig zusammengebrochenes Wirtschaftssystem. Dem gewaltigen Geldüberhang stand nur ein minimales Warenangebot gegenüber. Die alten Reichsmarkscheine und -münzen liefen weiter um, die Alliierte Militärbehörde vermehrte die Geldmenge noch durch eigene Ausgaben, in den USA und in der UdSSR gedruckte Scheine im Werte von ½ bis 1.000 Mark.

Dem Kleingeldmangel versuchte man durch Prägen von Zinkmünzen abzuhelfen, die - bis auf das entfernte Hakenkreuz - stark den Kriegsmünzen ähnelten.

Der Normalverbraucher konnte nur mit Lebensmittelmarken und Bezugsscheinen seinen Mindestbedarf zu mäßigen Preisen decken, sie waren zu einer Art Ersatzwährung geworden. Ein großer Teil des Handels lief, wie in "vormünzlichen Zeiten", über den Tauschhandel und den Schwarzmarkt ab; eine der gängigsten "Währungseinheiten" wurde die Zigarette.

1948 - Die Währungsreform

Mehr als drei Jahre nach Abschluss des Waffenstillstandes, am 20. Juni 1948, führten die Alliierten eine Währungsreform durch. Jeder Einwohner der britischen, französischen und amerikanischen Besatzungszone konnte 600 Reichsmark in 60 Deutsche Mark umwechseln, davon wurden 40 DM sofort, der Rest nach einem Monat ausbezahlt. Kontenbeträge sperrte man und wertete sie später auf 10 % ihres Reichsmarkwertes ab. Als Kleingeld liefen erst noch 10- und 50-Pfennig-Kriegsmünzen als 1 und 5 Pfennig um, später gab es Papiergeld zu 5, 10 und 50 Pfennig.

Als erste Münze prägte man im November 1948 den Pfennig, 1949 auch 5-, 10- und 50-Pfennig-Stücke. Für die Ausgabe verantwortlich zeichnete die Bank Deutscher Länder, sie wird auf der Rückseite dieser bis zur Euro-Einführung gültigen Münzen genannt.

Die Bundesrepublik

Die junge Bundesrepublik übernahm erst 1950 die Münzhoheit, seitdem steht sie als ausgebendes Land auf allen Münzen. Lediglich in der Prägeanstalt Karlsruhe (G) hatte man noch 1950 Münzen zu 50 Pfennig mit der Aufschrift Bank Deutscher Länder, aber mit neuer Jahreszahl 1950, in einer relativ geringen Auflage von 30.000 Exemplaren geprägt. Diese Münze wird heute von Sammlern gesucht, alle Stücke von 1949 waren dagegen noch bis 2002 im Umlauf anzutreffen.

Als neue Werte kamen 1950 das 1-DM-Stück, 1951 die 2- und 5-DM-Münzen hinzu. Wegen der Verwechslungsgefahr mit dem 1-DM-Stück zog man die 2-DM-Münze 1958 wieder ein und ersetzte sie durch eine Münze mit dem Portrait des Physikers Max Planck. Diese wurde bis 1971 geprägt, dann aber abgelöst durch eine neue Ausgabe zum 20. Jahrestag der Verkündigung des Grundgesetzes. Sie zeigte das Portrait des damaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer und bestand nicht mehr aus Kupfer/Nickel (25 % Ni, 75 % Cu), sondern aus dem neuen, automatensicheren Drei-Schichten-Werkstoff Magnimat. Der Entwurf stammte von Reinhart Heinsdorf (1923 - 2002).

Dieser Sondermünze, die gleichzeitig ganz normal in Umlauf war, folgten noch 2-DM-Stücke mit den Portraits von Theodor Heuss (geprägt 1970 - 1987), Kurt Schumacher (1979 - 1993), Ludwig Ehrhard (1988 - 1996), Franz Josef Strauß (1990 - 1996) und Willy Brand (1994 - 1996). Spätere Jahrgänge wurden nur in Münzsätzen für Sammler abgegeben.

Auch das schön gestaltete erste 5-DM-Silberstück wurde seit 1975 durch eine Münze aus Magnimat ersetzt. Von kleinen Änderungen im Metall oder der Randgestaltung abgesehen blieben die übrigen Münzen der Bundesrepublik länger als ein halbes Jahrhundert bis zur Einführung des Euro 2002 unverändert.

Banknoten

Die Banknoten der BRD wechselten mehrfach ihr Aussehen. Die ersten Scheine waren in den USA gedruckt, ihnen fehlte noch der Hinweis auf die ausgebende Notenbank. 1951 bis 1965 liefen 50- und 100-DM-Banknoten um, die zum Teil in Frankreich gedruckt waren; wegen des dünnen Papiers wurden sie im Volksmund auch "Zigarettenpapierscheine" genannt.

Die nächste Serie zirkulierte seit Anfang der 60er bis Ende der achtziger Jahre, auf den Scheinen seit 1970 ersetzte die Freiheitsstrafe im Strafsatz das Zuchthaus. Mit dem Datum 2.1.1960 erschien erstmals ein 500- und ein 1000-DM-Schein.

Die letzte nationale Banknotenserie Deutschlands startete 1989. Auf den Werten wechselten sich getreu der Quotenregelung jeweils ein männliches und ein weibliches Portrait ab. Neu war die Ausgabe eines 200-DM-Scheines, er war jedoch unbeliebt und relativ selten im Zahlungsverkehr anzutreffen.

Gedenkmünzen

1952 begann die Bundesrepublik mit der Prägung von Gedenkmünzen im Nennwert von 5 DM, zur Olympiade 1972 in München und regelmäßig seit 1987 auch von 10 DM. Die ersten 4 Sondermünzen hatten eine Auflage von nur 200.000 Stück, deshalb wurden sie im Laufe der Zeit teuer und gesucht. Alle Stücke nach 1966 wurden in Millionenauflage ausgegeben und sind dementsprechend häufig. Einen nennenswerten Wertzuwachs werden Münzen mit so hohen Auflagen erfahrungsgemäß nie erreichen.

Insgesamt erschienen 28 der 5-DM-Sondermünzen in Silber und 15 in Kupfer/Nickel sowie ebenfalls 43 Typen zu 10 DM, diese alle in Silber.

Am 1.1.2002 verlor die Deutsche Mark nach 53 Jahren den Status als gesetzliches Zahlungsmittel. Der Euro als europäische Währung löste die nationale deutsche Währung ab.

Prägestätten der deutschen Münzen sowie der Euros mit deutschen Rückseiten:

A Berlin (seit 1990, davor für Münzen der DDR)
D München
F Stuttgart
G Karlsruhe
J Hamburg

Quelle: www.geldgeschichte.de
 
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