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Deutsches Reich

Nur noch 20 Prozent der Münzen erhalten!

Das Deutsche Reich zwischen 1871 und 1945 bescherte den Sammlern Gedenkmünzen, die zu den schönsten Deutschlands gehören.

3-Reichsmark von 1932Die Kaiserproklamation 1871 im französischen Versailles begründete den Aufstieg des Deutschen Reiches unter Kaiser Wilhelm I. Bekannt ist auch der so genannte 99-Tage-Kaiser Friedrich III., der im berühmten „Dreikaiserjahr“ 1888 regierte. Wilhelm II. war Begründer der „wilhelminischen Zeit“, die mit dem ersten Weltkrieg und dem Sturz der Monarchie endete.

Die folgende Weimarer Republik brachte Inflation und politische Zwietracht, den Münzen-Sammlern hingegen bescherte sie zahlreiche der schönsten Gedenkmünzen Deutschlands. Das Dritte Reich mit dem verlorenen Zweiten Weltkrieg setzte den endgültigen Schlussstrich unter die 1871 begonnene Epoche.

DAS KAISERREICH BRACHTE DIE MARK UND DAS GOLDSTÜCK

Münzgeschichtlicher Markstein dieser Zeit ab 1871 war die Einführung der Mark als neue Währung für das gesamte Deutsche Reich. Die Silberwährung wurde auf Gold- Standard und die bekannten 10- und 20-Mark-Stücke umgestellt. Alle 26 Teilstaaten hatten aber das Recht, eigene Gedenkmünzen auszugeben. Nur der Reichadler musste immer auf den Rückseiten sein.

So gab es dann eine Vielzahl schöner Münzen aus dem Deutschen Kaiserreich, die zumeist auch noch in kleinen Auflagen geprägt wurden. 1901 wurden die ersten Gedenkmünzen in Mark-Währung zum 200. Krönungsjubiläum Preußens geprägt. Wie bei den Kursmünzen dominierten auch bei den Gedenkmünzen der Kaiserzeit die Portraits von Kaisern und Königen, wie das des preußischen Königs Wilhelm II.

MÜNZBILD ÄNDERTE SICH VÖLLIG

Mit Beginn der Weimarer Republik änderte sich das Münzbild vollständig. Mit den zwischen 1925 und 1932 geprägten Gedenkmünzen wurden Dichter und Denker, der Minnesänger Walther von der Vogelweide, der Weltflug des Zeppelins und der 100. Jahrestag der Gründung von Bremerhaven gewürdigt. Die beiden letzteren sind die bisher einzigen deutschen Münzen mit einem Luftschiff und einem Segelschiff als Motiv.

Im Dritten Reich wurden nur Friedrich Schiller und Martin Luther als Persönlichkeiten auf Gedenkmünzen geehrt. Die Garnisons-Kirche zu Potsdam war das einzige Motiv eines Bauwerks, das auf Münzen abgebildet wurde. Einige 2- und 5-Mark-Silber-Kursmünzen zeigen Reichspräsident Paul von Hindenburg. Die Wirren beider Weltkriege mit Flucht und Vertreibung, vernichteten viele dieser wertvollen Dokumente deutscher Münzengeschichte. Teilweise sind nur noch 20 bis 30 Prozent von den ohnehin schon niedrigen Prägeauflagen vorhanden.

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