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Entwicklung des Silberpreises

Amerikaner begeistern sich für Silberadler


In den USA nimmt die Zukunftsangst zu - deshalb wird Beständiges gehortet. Das Objekt der Begierde vieler Amerikaner ist eine Silbermünze, der American Silver Eagle. Inzwischen wird sie knapp.

 

Von Frank Bremser, Hamburg (05. April 2011)

 

Die Anleger vor allem in den USA wollen lieber echtes Silber in der Tasche haben als ihr Geld auf ein Bankkonto zu bringen. Hinzu kommen die oft immer noch erschreckenden Nachrichten über die Wirtschaftsprobleme des Landes.

 

Zurzeit kostet eine Feinunze (31,1 Gramm) Silber 38,77 Dollar und damit so viel wie seit 1980 nicht mehr. Seit Beginn dieses Jahres hat sich Silber bereits um fast 25 Prozent verteuert. Hintergrund für die aktuelle Hausse beim Silber: Neben dem Sicherheits- und Angstgedanken der Käufer gibt es für das weiße Metall auch eine Vielzahl von industriellen Anwendungen, so dass der Preis auch von einer wirtschaftlichen Erholung profitiert.

Ob Plasmafernseher, Batterie oder Mobiltelefon, in vielen Geräten findet sich das Edelmetall. Rund die Hälfte der Nachfrage stammt aus der Industrie. Die Beratungsfirma Gold Fields Mineral Services hat erst kürzlich prognostiziert, dass die Silbernachfrage zwischen 2010 und 2015 um 36 Prozent auf rund 666 Millionen Unzen im Jahr ansteigen wird.


Einer der wichtigsten Gründe dafür sei, dass viele neue Solarkraftwerke entstünden. Dafür wird Silber-Paste als Bestandteil von Solarzellen benötigt. "Mittel- und langfristig wird die Nachfrage aus China stark sein", sagt etwa Natalie Robertson, Rohstoff-Strategin der australischen ANZ Bank. "Da China sich stärker auf erneuerbare Energien konzentriert - vor allem nach der Nuklearkrise in Japan - werden dort sicher deutlich mehr Solar-Anlagen gebaut." Deshalb spricht viel für einen weiteren Anstieg des Silberpreises, und damit auch für eine höhere Nachfrage nach dem physischen Besitz. Zum einen sind Barren und Münzen einfach zu lagern, schließlich kann man sie in den Schrank legen oder im Keller einmauern. Zum anderen ist es auch die einfachste Methode für Kleininvestoren, sich das Edelmetall zu besorgen.

 

Eine ähnliche Entwicklung gab es auch auf dem Höhepunkt der Finanzkrise zu beobachten, als Gold-Münzen- und Barren schlichtweg nicht mehr zu bekommen waren - was übrigens für mache Produkte auch heute noch gilt.Auf Anlegermessen herrschte in den vergangenen Jahren häufig gähnende Leere bei den Ständen der Zertifikate- oder Fondsanbieter, während sich etwa die Österreichische Münze vor dem Andrang auf ihre goldenen Wiener Philharmoniker kaum retten konnte.

 

Dass die 40-Dollar-Marke fällt, ist für die meisten Experten beschlossene Sache. Auch 50 Dollar sind etwa für die Deutsche Bank für das kommende Jahr in Reichweite. So mancher Silber-Bulle träumt sogar davon, dass das Rekordhoch aus dem Jahr 1980 fallen könnte.Sollte die Entwicklung beim Silberpreis so weiter gehen, kann man sich sicherlich auf Bilder wie aus den Zeiten der Gebrüder Hunt freuen: Damals standen die Menschen in Frankfurt vor den Türen der Degussa Schlange, um ihr Silberbesteck einschmelzen zu lassen.

 

Die US-Münzanstalt hat gemeldet, in den ersten drei Monaten des Jahres 12,43 Millionen Unzen Silbermünzen verkauft zu haben, so viel wie nie zuvor. Das entspricht gut sechs Prozent der weltweiten Silberförderung. Im Nachbarland Kanada gab die Münze an, dass die Nachfrage das Angebot weiterhin deutlich übersteige. Und auch die Exhange Traded Funds auf Silber verzeichnen hohe Zuflüsse. Der weltgrößte Silber ETF iShares Silver Trust meldete am Montag den Zukauf von 23 Tonnen Silber. Insgesamt hat der Fonds jetzt insgesamt einen Bestand von 11.162 Tonnen Silber.

 

Der Preis für Silbermünzen und Barren steigt ebenso wie die reine Metallnotierung kräftig an. In vielen Fällen muss schon deutlich mehr gezahlt werden, als der Barren oder die Münzen an reinen Materialkosten eigentlich wert ist. Trotzdem sind in vielen Läden die Silbermünzen und Barren schlichtweg ausverkauft.

 

Quelle: Den ganzen Artikel finden Sie auf der Internetseite der Financial Times Deutschland  - Amerikaner begeistern sich für Silberadler

 

 

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