Münzhandelsgesellschaft Deutsche Münze mbH & Co. KG
Zum Münz-ShopDie 2-Euro-Gedenkmünzen Deutschlands
Seit dem Jahr 2006 gibt es auch in Deutschland 2-Euro-Gedenkmünzen
Mittlerweile haben sich diese beliebten Münzen zu einer richtigen Spezialsammlung gemausert.
Mit der Ausgabe der ersten 2-Euro-Gedenkmünze durch Griechenland zu den Olympischen Spielen in Athen 2004 begann der Siegeszug dieser in ganz Euroland kursgültigen Gedenkmünzen.
Kein anderes junges Sammelgebiet hat in so kurzer Zeit einen so hohen Beliebtheitsgrad erreicht. Gerade auch junge Sammler werden durch diese erschwinglichen Geldstücke ans Münzensammeln herangeführt und können sich preiswert eine länderübergreifende Euro-Sammlung aufbauen.
Aber auch wer nur „Deutschland“ sammelt, kann inzwischen stolz auf eine kleine Spezialkollektion blicken, die mit der 2-Euro-Münze "Bremen" in 2010 immerhin schon sieben verschiedene Münzen umfasst.
Für jene, die alle Prägezeichen-Varianten sammeln, und das ist nach Erkenntnissen des Handels ein großer Kreis, besteht die 2-Euro-Gedenkmünzen-Kollektion aus Deutschland dann bereits aus 35 Münzen – die unterschiedlichen Prägequalitäten (Stempelglanz, Polierte Platte) noch gar nicht gerechnet.
>> 2006 - Schleswig-Holstein - "Lübecker Holstentor"
>> 2007 - Mecklenburg-Vorpommern - "Schloss Schwerin"
>> 2007 - "50 Jahre Römische Verträge"
>> 2008 - Hamburg - "Michaeliskirche"
>> 2009 - Saarland - "Ludwigskirche"
>> 2009 - "10 Jahre Wirtschafts- und Währungsunion"
>> 2010 - Bremen "Rathaus und Roland"
>> 2011 - Nordrhein-Westfalen - "Kölner Dom"
>> 2012 - Bayern - "Schloss Neuschwanstein"
>> „Kennzeichen D“: Neue Ringgestaltung nach EU-Vorgaben
>> Kursmünzensätze aufgewertet
>> Die höchste Prägequalität „Polierte Platte“
2006 - Schleswig-Holstein - "Lübecker Holstentor"
Das Erstlingsmotiv von 2006 mit dem berühmten Lübecker Holstentor bildete den Auftakt zu einer sechzehnjährigen Serie, mit der die deutschen Bundesländer gewürdigt werden. Der jeweilige Erstausgabetag der Doppeleuros aus der Bundesländeserie wurde auf den Eröffnungstag der größten Münzen-Sammlermesse der Welt gelegt, der „World Money Fair“ in Berlin.
Seit 2006 ist die Erstausgabe-Zeremonie so regelmäßig einer der Höhepunkte dieser Messe. Bei der Premiere standen Hunderte von Besuchern dicht gedrängt vor dem Gemeinschaftsstand der Deutschen Münzstätten und verfolgten, wie der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Karl Diller, die erste deutsche 2-Euro-Gedenkmünze an den damaligen Finanzminister des Landes Niedersachsen überreichte.
2007 - Mecklenburg-Vorpommern - "Schloss Schwerin"
Der große Anklang, den die 2-Euro-Bundesländerserie bei den Sammlern findet, hat sich offenbar bis ins Kanzleramt herumgesprochen. So wurde die offizielle Übergabe der 2007er Münze für Mecklenburg-Vorpommern auf allerhöchster Ebene zelebriert. Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich überreichte die 2-Euro-Gedenkmünze mit dem Schweriner Schloss an den amtierenden Präsidenten des Deutschen Bundesrats, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff.
2007 - "50 Jahre Römische Verträge"
Am 5. Mai 2006 sorgten zwei Menschen für besonderes Aufsehen, gemeint sind die Herren Joaquín Almunia (EU-Kommissar) und Jean-Claude Juncker (Premier- und Finanzminister von Luxemburg, sowie Vorsitzender der Eurogruppe). Grund für dieses Aufsehen war die Vorstellung der 2 Euro Gedenkmünze "50 Jahre Römische Verträge", die am 25. März 2007 in allen 13 Euroländern ausgegeben werden soll.
Die erste derartige europäische Gemeinschaftsmünze zeigt dieselbe Wertseite, wie alle anderen 2 Euro Münzen. Das neue Motiv der Bildseite wird allerdings von allen Ländern gemeinsam übernommen.
Dieses Motiv, welches durch eine Zusammenarbeit der spanischen, österreichischen und italienischen Prägestätten entstanden ist, zeigt das Vertragswerk der Römischen Verträge mit den Unterschriften der sechs Gründungsmitglieder: Deutschland, Frankreich, Italien und der drei Beneluxstaaten.
Im Hintergrund ist das sternförmige Straßenpflaster auf der Piazza del Campidoglio in Rom zu sehen. Gestaltet wurde dieses von Michelangelo und seit dem Jahr 2002 ist es auch schon auf den 50 Cent Münzen aus Italien abgebildet.
Die Umschrift auf der Münze ist in der jeweiligen Landessprache verfasst, bei den deutschen Münzen findet man beispielsweise folgende Schriftzüge: "Römische Verträge", "50 Jahre", "Europa" und "Bundesrepublik Deutschland".
2008 - Hamburg - "Michaeliskirche"
Auch 2008 gab die Bundeskanzlerin zur Eröffnung der „World Money Fair“ selbst den Startschuss für den Erstverkauf der 2-Euro-Gedenkmünze mit der Hamburger Michaeliskirche als Motiv. Sie überreichte Hamburgs Erstem Bürgermeister Ole von Beust das Set mit den fünf Gedenkmünzen in Spiegelglanz.
2009 - Saarland - "Ludwigskirche"
Das Saarland übernahm 2009 im Deutschen Bundesrat turnusmäßig für ein Jahr die Präsidentschaft. Deshalb galt in 2009 die 2-Euro-Gedenkmünze dem Bundesland an der Grenze zu Frankreich und Luxemburg. Mit etwas mehr als einer Million Einwohner ist das Saarland das kleinste deutsche Flächenland, das – nach dem 2. Weltkrieg französische Besatzungszone – 1957 nach einer Volksabstimmung Teil der Bundesrepublik Deutschland wurde.
Als Wahrzeichen findet sich auf der Münze die Ludwigskirche in der Landeshauptstadt Saarbrücken , eine der bedeutendsten evangelischen Barockkirchen Deutschlands. Das von Friedrich Brenner aus Diedorf gestaltete Motiv zeigt die markante Ostfassade des Sakralbaus mit der Spitze des Glockenturms.
2009 - "10 Jahre Wirtschafts- und Währungsunion"
Am 1. Januar 2009 hatte die Ausgabe der 2-Euro-Gemeinschaftsserie ihren offiziellen Ersttag. Sie galt dem 10-jährigen Bestehen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion , kurz WWU. Es war ein politisch wie numismatisch bedeutsames Jubiläum, denn zu diesem Zeitpunkt wurde auch der Euro eingeführt – wenn gleich er als Bargeld erst drei Jahre später in Umlauf kam.
Das gemeinsame Bildmotiv stammt von dem griechischen Bildhauer Georgios Stamatopoulos und zeigt ein bewusst primitiv gezeichnetes „Strichmännchen“ samt Euro-€, umrahmt von den ungleichmäßigen Umrissen einer antiken Münze.
Es soll die historische Entwicklung vom Tauschhandel in Europa zur heutigen Gemeinschaftswährung symbolisieren. Den größten Unterschied bei den Münzen dieser Gemeinschaftsserie machen die nationalen Inschriften und die verschiedenen Prägezeichen.
Die Staatsbezeichnung findet sich im Halbrund oberhalb des Bildmotivs, darunter der Ausgabeanlass in Landessprache. In Deutschland lautet er „WWU 1999 – 2009“.
Wie schon 2007 ersetzte diese Europa-Ausgabe übrigens im deutschen Kursmünzensatz im Jahr 2009 die normale 2-Euro-Kursmünze mit dem Bundesadler. Es werden sich also – trotz zweier 2-Euro-Gedenkmünzen – weiterhin nur neun Münzen in den Jahressätzen in Stempelglanz und Polierter Platte befinden. Und die sind damit trotzdem komplett, denn der 2-Euro-Adler wurde mit der Jahreszahl 2009 auch für den Umlauf nicht geprägt.
2010 - Bremen "Rathaus und Roland"
Die in den Design-Wettbewerbsunterlagen gestellte Aufgabe, Rathaus und Roland – beide seit 2004 auf der Welterbeliste der UNESCO – zugleich darzustellen, löste der Entwurf von Bodo Broschat nach Ansicht des Preisgerichts in idealer Weise. Insbesondere weil der Künstler zu Recht von seiner Freiheit Gebrauch mache, die Rolandstatue in der Zuordnung zum alten Rathaus nicht einfach real abzubilden.
Stattdessen vergrößert er das Standbild im Verhältnis zum Rathaus und dreht es um 90 Grad auf den Betrachter zu, sodass es ihn auf der Münze mit dem Rathaus im Hintergrund anblickt. Dessen realitätsnah dargestellte Weserrenaissance-Fassade fand bei der Fachjury ebenfalls Gefallen, so dass auch in der Verkleinerung die Wiedererkennbarkeit Bremens gewahrt bleibe.
2011 - Nordrhein-Westfalen - "Kölner Dom"
Als Wahrzeichen von Nordrhein-Westfalen war für die am Münzwettbewerb beteiligten Künstler der Kölner Dom vorgegeben, der auf das 12. Jahrhundert zurückgeht und seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe ist. Dieser wurde nach Ansicht des Preisgerichts auf Heinz Hoyers siegreichem Entwurf als Meisterwerk der gotischen Baukunst charakterisiert. Prägende architektonische Elemente wie Strebepfeiler und spitzbogige Fenster seien ebenso erfassbar wie die detailreiche Bauzier. Trotz dieser Detailtreue aber habe der Künstler den zur Verfügung stehenden Raum genutzt und zeige die Kathedrale in ihrer Gesamtheit, was die Schönheit des Südportals unterstreiche.
2012 - Bayern - "Schloss Neuschwanstein "
Die Wahl der Perspektive fand bei Erich Otts erstplatzierten Entwurf für Schloss Neuschwanstein, dem Bundesländer-Motiv von Bayern, den Beifall des Preisgerichts. Der Künstler habe die wohl weltweit bekannteste Ansicht zugrunde gelegt, die sich dem Besucher bei seinem Aufstieg von Osten präsentiert. Dabei ist vorne der Torbau zu sehen mit den mittelalterlichen Türmen darüber. Das Bergpanorama im Hintergrund hat ebenso Berücksichtigung gefunden, wie die Platzierung des Schlosses auf dem Felsen über der Pöllatschlucht. Außerdem sei es dem Künstler in herausragender Weise geglückt, die Ideenwelt des „Märchenkönigs“ Ludwigs II., der seine Traumschlösser in die jeweilige Landschaft bestmöglich einbetten ließ, zu erfassen und in seinem Münzentwurf gelungen umzusetzen.
„Kennzeichen D“: Neue Ringgestaltung nach EU-Vorgaben
Die bisherige Landesbezeichnung „Bundesrepublik Deutschland“ auf dem Außenring der 2-Euro-Gedenkmünzen entlang des Münzrandes wird ab 2010 durch das Kürzel „D“ oben rechts ersetzt. Zugleich wurden die Europasterne und das Ausgabejahr neu platziert.
Laut neuer EU-Vorgaben müssen auf allen künftigen, neu gestalteten Euro-Kursmünzen, somit also auch auf den in der ganzen Währungsunion als Zahlungsmittel gültigen 2-Euro-Gedenkmünzen die Europasterne der nationalen Bildseiten gleichmäßig und ausgerichtet angeordnet sein.
Deshalb bleibt nur noch Platz für das dazwischen gesetzte Länderkürzel anstelle des kompletten Landesnamens, was auf deutschen Münzen leicht irritieren kann. Schließlich tragen diese stets außerdem den jeweiligen Prägebuchstaben der Münzstätte, was bei München dann zu einer zwangsläufigen Doppelung des „D“ führt.
Nicht jedermanns Sache ist auch die derzeit geplante, neue Anordnung des Prägejahres am unteren Münzrand der neuen 2-Euro-Designs, das durch einen Stern getrennt ist und dadurch nicht mehr auf Anhieb eindeutig als zusammenhängende Jahreszahl erkennbar ist.
Kursmünzensätze aufgewertet!
Erheblich aufgewertet durch die zusätzlichen 2-Euro-Gedenkmünzen der Bundesländerserie wurden die deutschen Kursmünzensätze , die sich seit 2006 nicht nur durch die Jahreszahl, sondern auch durch das jeweils neue Motiv der Gedenkmünzen unterscheiden. Außerdem sind in den Sätzen seither neun statt bisher acht Münzen enthalten.
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Die höchste Prägequalität „Polierte Platte“
In der höchsten Prägequalität „Polierte Platte“ gibt es die 2-Euro-Gedenkmünzen nur noch in einem speziellen Fünfer-Set, in dem die Ausgaben mit allen fünf deutschen Prägezeichen A,D,F,G und J enthalten sind. Geradezu sensationell war die Auflage des 2009er-Sets „10 Jahre WWU“: Wie das Bundesfinanzministerium Ende 2008 bekanntgab, wurde diese „auf maximal 20.000 Stück limitiert“. Das bedeutete gegenüber dem Vorgänger-Gemeinschaftsmotiv „50 Jahre Römische Verträge“ eine Reduzierung um mehr als die Hälfte!
Von diesem Fünfer-Set des Jahres 2007 wurden noch 50.000 Exemplare hergestellt. Mit mangelnder Nachfrage konnte die Auflagensenkung bei dieser Ausgabe nicht begründet werden: Das Spiegelglanz-Set „Römische Verträge“ war zum offiziellen Ausgabepreis längst nicht mehr zu haben und verzeichnet seitdem auf dem Sammlermarkt deutliche Wertsteigerungen.










