Herzlich willkommen!

Münzhandelsgesellschaft Deutsche Münze mbH & Co. KG

Zum Münz-Shop

Edelmetallpreise weiter im Aufwärtstrend

GOLD BALD ÜBER 2.000 US-Dollar?

Die Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise verstärkt den Run auf Edelmetalle. Die Folge, der Goldpreis erzielte einen neuen historischen Höchststand von 1.862 US-Dollar. Auch Silber knüpft nach einem heftigen Auf und Ab an dem Aufwärtstrend vom 1. Quartal 2011 an.

100-Euro-Münze "UNESCO Welterbe Wartburg"Gold bringt zwar keine Zinsen, es besteht aber auch kein Risiko, weil weder eine Regierung noch ein Unternehmen für den Gegenwert gerade stehen muss. Das ist es, was die Menschen in diesen Zeiten am gelben Edelmetall so schätzen. Auch und gerade in Europa scheint durch die Schuldenkrise einiger Länder das gesamte Finanzsystem aus den Fugen zu geraten. So unbekümmert wie vielleicht noch vor einigen Jahren vertrauen die meisten deshalb ihr Geld nicht einmal mehr der eigenen Hausbank an. Sie suchen nach einem „sicheren Hafen“ – und finden ihn oftmals in Edelmetallen.

Staatsbanken setzen auf Gold

“Man kann über Nacht durch den Handel mit Gold kein Vermögen anhäufen, aber man kann auch nicht auf einmal alles verlieren“, sagt  Albert Cheng, Direktor des Fernostbüros des World Gold Councils (EGC), des Weltverbands der Goldproduzenten. Deshalb, so Cheng, sei es auch für langfristig orientierte Anleger nie zu spät, in den Goldmarkt einzusteigen. Das gilt für Privatleute ebenso wie für institutionelle Anleger.

Ein spektakuläres Beispiel dafür lieferte Indien im November 2009: Als der Internationale Währungsfonds (IWF) sich von großen Teilen seiner Goldbestände trennte, griffen die Inder beherzt zu und kauften innerhalb weniger Tage 200 Tonnen des Edelmetalls für rund 6,7 Milliarden US-Dollar, also für 1045 Dollar pro Feinunze. Das war vor knapp zwei Jahren ein immens hoher Preis – erst wenige Wochen zuvor hatte der Goldpreis erstmals überhaupt die 1000-Dollar-Marke durchbrochen. Viele hielten das damals für eine Fehlentscheidung, für einen denkbar ungünstigen Einstiegszeitpunkt. Heute kann sich das Land über einen satten Zugewinn freuen.

100-Euro-Münze "UNESCO Welterbe Wartburg" RückseiteAber jetzt ist ja wohl das Ende der Fahnenstange erreicht, mag mancher denken. Zentralbanken großer Länder sehen das offenbar anders. Erst jüngst machte ein riesiger 100-Tonnen-Goldkauf Schlagzeilen: Mexiko, wirtschaftlich eng mit den USA verbunden, verliert offenbar sein Vertrauen in den Dollar und setzt verstärkt auf Gold als Reservewährung.

Auch Brasilien, China, Russland und weiterhin Indien stocken ihre Goldreserven stetig auf. Notenbanken der Schwellenländer werden auch künftig auf der Käuferseite stehen, vermuten Experten, denn angesichts massiver Schuldenprobleme – gerade auch der USA – wollen sie ihr Anlagerisiko senken und streuen deshalb ihre Devisenreserven breiter. Und weil nach wie vor die Regel gilt, nach der der Goldpreis steigt, wenn der Dollar schwächelt, setzten sie konsequenterweise auf das gelbe Edelmetall.

Dr. Martin Hüfner, Chefvolkswirt des Vermögensverwalters Assenagon in München, macht bereits eine Wende auf dem Goldkäufermarkt aus: „Die Kräfte, die den Markt bisher getrieben haben, werden auslaufen. Statt Inflationsfurcht und Krisenangst spiegelt der Goldpreis eher die abnehmende Macht der Vereinigten Staaten und die Unsicherheiten über die Veränderungen im internationalen Währungssystem wider. Damit beginnt ein neues Spiel. Viel spricht dafür, dass der Goldpreis unter diesen Umständen trotz des erreichten hohen Niveaus noch weiter steigt.“

Die weltweite Gold-Nachfrage jedenfalls zeigte keine Schwäche – sie legte gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Größter Abnehmer ist weiterhin die Schmuckindustrie. Dabei festigte sich ein schon länger zu beobachtender Trend: Nicht mehr „Papier-Gold“, also Zertifikate oder andere Schuldverschreibungen sind gefragt, sondern physisches Gold.

Physisches Gold: Münzen sind gefragt

Mittlerweile hat sich also herumgesprochen was Münzensammler schon lange wissen: Wer echtes Gold besitzen möchte, setzt am besten auf Münzen. Die gibt es in verschiedensten Stückelungen und sind so auch für Kleinanleger erschwinglich. Sie sind in der Regel nicht teurer als Barrengold, aber viel schöner und leicht wieder verkäuflich, wenn Not am Mann ist.

Auf Goldmünzen, die Anlagezwecken dienen, wird in allen EU-Staaten seit Anfang 2000 keine Mehrwertsteuer mehr erhoben. Das hat den großen Vorteil, dass man bei einem späteren Wiederverkauf von der Bank oder dem Händler nicht nur den Nettopreis (also abzüglich der Mehrwertsteuer) bekommt, sondern den vollen Wert. Diese Sonderregelung soll die Verwendung von Gold als Finanzinstrument fördern.

Zu den Goldmünzen, die mehrwertsteuerfrei ausgegeben werden, gehören neben den bekannten Anlagemünzen wie dem Krügerrand oder Österreichs Philharmoniker auch die deutschen 20- und 100-Euro-Goldmünzen. Aus Sicht der reinen Investoren hat der deutsche Gold-Euro den Nachteil, dass er nicht in beliebiger Menge beliebig verfügbar ist, denn er wird in einer begrenzten Auflage geprägt. Den Sammler freut das allerdings umso mehr. Der Marktpreis dieser Gedenkmünzen wird also nicht nur vom gestiegenen Goldkurs bestimmt (unter den sie natürlich nie sinken können), sondern vielmehr von ihrem Seltenheitswert. Und der liegt oft weit über dem reinen Edelmetallpreis.

So wird beispielsweise der „Fußball“-Gold-Euro von 2005 höher bewertet, als die anderen Münzen aus dieser Reihe. Hier war eben die Nachfrage besonders hoch, das Angebot jedoch – bei auch noch gesenkter Auflage gegenüber seinen Vorgängern – viel zu gering. Aber auch alle anderen Goldmünzen der Bundesrepublik Deutschlandsind heute deutlich mehr wert als an ihrem Ausgabetag.

 

Hinweis schließen

Hinweise zur Änderung der Text- und Seitengröße

Um die Größe der Darstellung von mdm.de zu beeinflussen, haben wir einen wichtigen Tipp für Sie:

Sie können die Seite über die Tastatur ihres Computers vergrößern und verkleinern, in dem Sie die nebenstehenden Tastenkombinationen benutzen.

Hinweis: Diese Tastenkombinationen funktionieren nicht nur hier, sondern auf allen Webseiten.
Probieren Sie es aus!